Die Fluggesellschaft Easyjet hat eine neue Initiative namens „Flugzeugmodus“ ins Leben gerufen, um Familien in den Sommerferien dabei zu unterstützen, wieder mehr gemeinsame Zeit zu verbringen und sich von digitalen Ablenkungen zu lösen.
Eine neue Umfrage, die Easyjet in Auftrag gegeben hat, zeigt, daß über zwei Drittel der Eltern es zunehmend schwieriger finden, qualitativ hochwertige Familienzeit zu gestalten, da persönliche Geräte, soziale Medien und volle Terminkalender die Aufmerksamkeit dominieren. Die Initiative, die von Moderatorin Katie Piper und der Kindesentwicklungsexpertin Tanith Carey unterstützt wird, umfaßt unter anderem ein spezielles Kartenspiel, das Familien auf ihren Reisen helfen soll, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.
Die digitale Kluft in der Familie: Ein wachsendes Problem
Neue Forschungsergebnisse, die Easyjet veröffentlicht hat, zeichnen ein klares Bild der Herausforderungen, mit denen moderne Familien konfrontiert sind. Mehr als zwei Drittel der Eltern (68 Prozent) geben an, daß es aufgrund der Zeit, die mit persönlichen Geräten und sozialen Medien verbracht wird, sowie durch volle Terminkalender immer schwieriger wird, qualitativ hochwertige Familienzeit zu finden. Diese Entwicklung hat weitreichende Auswirkungen auf die familiären Beziehungen und das Wohlbefinden.
Die von Easyjet beauftragte Umfrage unter 2.000 britischen Eltern und Kindern im Alter von 11 bis 17 Jahren lieferte bemerkenswerte Einblicke in die digitale Lebenswelt der Familien. Über zwei Drittel der Eltern (69 Prozent) äußerten sich besorgt über die Auswirkungen von sozialen Medien und der Bildschirmzeit auf ihre Kinder. Doch auch die Eltern selbst sind Teil des Problems: 71 Prozent von ihnen gaben zu, wahrscheinlich zu viel Zeit am eigenen Telefon zu verbringen, und 60 Prozent räumten ein, zu viel Zeit in sozialen Medien zu verbringen.
Ein besonders alarmierendes Ergebnis der Studie ist, daß fast ein Viertel (24 Prozent) der Kinder zugibt, mehr über ihre bevorzugten Influencer als über ihre eigenen Eltern zu wissen. Dies unterstreicht die tiefe Verankerung digitaler Medien im Alltag junger Menschen und die potenzielle Verschiebung von Bezugspersonen. Ein Bericht des Parlamentarischen Bildungsausschusses untermauert diese Entwicklung mit der Feststellung eines 52-prozentigen Anstiegs der Bildschirmzeit bei Kindern. Erschreckend ist auch, daß 25 Prozent der jungen Menschen ihre Smartphones in einer Weise nutzen, die mit einer Verhaltenssucht übereinstimmt.
Urlaub als Chance zur Wiederverbindung
Trotz der digitalen Herausforderungen sehen fast sieben von zehn Eltern (69 Prozent) den Urlaub als die beste Gelegenheit, um sich mit ihren Kindern zu verbinden. Ferienzeiten werden zunehmend als Priorität für das familiäre Wohlbefinden betrachtet. Familien unternehmen im Durchschnitt bis zu zwei Urlaube pro Jahr, wenn die Kinder zwischen sechs und 18 Jahren alt sind. Nahezu die Hälfte (48 Prozent) plant, in diesem Jahr mehr Familienurlaube zu machen als im letzten, wobei die Gründe hierfür eindeutig sind: gemeinsame Zeit verbringen (52 Prozent), Wohlbefinden (42 Prozent) und die Wiederverbindung mit Familie und Freunden (40 Prozent) werden als Haupttreiber genannt.
Diese Erkenntnis hat Easyjet dazu bewogen, die Initiative „Flugzeugmodus“ zu starten. Die Fluggesellschaft hat sich hierfür mit der bekannten Moderatorin, Aktivistin und Mutter Katie Piper sowie der Kindesentwicklungsexpertin und Autorin Tanith Carey zusammengetan. Ziel ist es, Familien zu ermutigen, die Sommerferien als bewußte Auszeit von der digitalen Welt zu nutzen und die realen Verbindungen innerhalb der Familie zu stärken.
Das „Flugzeugmodus“-Kartenspiel: Ein Impuls für Gespräche
Kernstück der „Flugzeugmodus“-Initiative ist ein Familien-Kartenspiel, das speziell entwickelt wurde, um Gespräche anzustoßen. Das Spiel enthält Fragen aus verschiedenen Kategorien wie Personen, Orte, Arbeit und Schule, sowie Scharade-ähnliche Herausforderungen und Anregungen, um Ratschläge und bedeutungsvolle Erfahrungen miteinander zu teilen. Die Idee dahinter ist, Familien spielerisch dazu zu bringen, vom ersten Moment ihres Urlaubs an miteinander zu reden und die Themen anzusprechen, die jungen Menschen und Eltern heute wichtig sind.
Das Kartenspiel wird Familien, die in den Sommerferien abfliegen, kostenlos zur Verfügung gestellt. Tausende Exemplare werden ab dem 9. Juli (solange der Vorrat reicht) an ausgewählten Easyjet-Flughäfen in ganz Großbritannien verteilt, darunter London Gatwick, London Luton, Bristol, Manchester, Edinburgh und Belfast.
Die Forschungsergebnisse zeigen auch, daß 85 Prozent der Familien befürchten, nicht genug Gespräche über wichtige Themen zu führen, die junge Menschen heute betreffen. Mehr als zwei von fünf Kindern (45 Prozent) wünschen sich, präsenter mit ihren Familien zu sein, und 68 Prozent geben an, daß mehr Zeit mit der Familie ihre Stimmung und ihr Wohlbefinden verbessert. Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit von Initiativen wie dem „Flugzeugmodus“, die darauf abzielen, die Kommunikation innerhalb der Familie zu fördern.
Stimmen zur Initiative: Experten und Prominente unterstützen
Kenton Jarvis, CEO von Easyjet, äußerte sich zur Kampagne: „Bei Easyjet liegt es uns am Herzen, familienfreundliche Initiativen zu schaffen, die das Fliegen mit uns sowohl unterhaltsam als auch einfacher für Eltern machen.“ Er betonte, daß die Forschung zeige, daß die Sommerferien eine der wenigen Zeiten im Jahr seien, in denen Familien ohne die üblichen Ablenkungen zusammen seien, was sie zur perfekten Gelegenheit mache, „wohlverdiente Qualitätszeit zu genießen und Tablets oder Telefone wegzulegen.“ Jarvis hofft, daß das „Flugzeugmodus“-Spiel Tausenden von Familien helfen wird, sich zu entspannen, wieder zu verbinden und „bedeutungsvolle Erinnerungen“ zu schaffen.
Katie Piper begrüßt die Initiative ebenfalls: „Easyjets ‚Flugzeugmodus‘-Initiative ist eine großartige Erinnerung für Familien, die Sommerferien als Gelegenheit zu nutzen, sich wieder zu verbinden und einander noch besser kennenzulernen.“ Sie betonte die Bedeutung, „echte Verbindungen zu pflegen, zur Selbstreflexion und die Freude zu erleben, präsent mit unseren Familien zu sein – aber das ist nicht einfach!“ Piper hofft, daß das Kartenspiel und die begleitenden Sprachnachrichten dazu ermutigen werden, auch über schwierigere Themen zu sprechen.
Tanith Carey, die als Kindesentwicklungsexpertin und Erziehungsautorin an der Entwicklung der Initiative mitgewirkt hat, weist darauf hin, daß die Vergabe eines Telefons an Kinder im Alter der weiterführenden Schule heutzutage als rite de passage gelte. Sie erkennt die Allgegenwart von Telefonen auf Reisen an, warnt aber: „Wie diese neue Forschung zeigt, ist es allzu leicht, zuzulassen, daß Telefone die vitale Verbindung, die wir zu unseren Kindern haben, unterbrechen.“ Sie lobt die Initiative als „brillante Möglichkeit für Familien, nicht nur diesen Trend umzukehren, sondern auch mehr voneinander zu erfahren und ihre Bindung zu stärken.“
Carey gibt zudem praktische Ratschläge, wie Familien in den Sommerferien besser miteinander in Kontakt treten können: Fragen stellen baut demnach starke Verbindungen auf, da es jedem ermöglicht, sich frei auszudrücken und sich wichtig und wertvoll zu fühlen. Spiele können wertvolle Lebenskompetenzen vermitteln, indem sie Kindern helfen, Gedanken und Gefühle auszudrücken und die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Sie empfiehlt, Kinder in ihrem eigenen Tempo antworten zu lassen. Das Teilen eigener Gedanken und Erfahrungen als Elternteil kann ein starkes Beispiel setzen und Kindern helfen, ihre Eltern in einem neuen Licht zu sehen. Schließlich sei es entscheidend, den Urlaub proaktiv mit einer gemeinsamen Aktivität zu beginnen, um von Anfang an ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu schaffen. Und die Erkenntnis, daß die besten Familien-Erinnerungen oft im Urlaub entstehen, sollte dazu anregen, das Telefon beiseitezulegen und jeden Moment bewußt zu erleben. Zusätzlich zu diesen Stimmen haben auch die Influencer Jaycie Fry und Will Ainslie sowie Easyjet-Piloten und Kabinenpersonal eine Reihe von Sprachnotizen veröffentlicht, in denen sie über ihre eigenen Erfahrungen mit der Herausforderung der Trennung nachdenken. Sie geben Ratschläge zu Themen, die junge Menschen heute betreffen, wie Selbstwertgefühl, positives Körperbild und positive Männlichkeit – Themen, bei denen Eltern besorgt sind, ihre Kinder zu unterstützen.