Die Fluggesellschaft Emirates begeht am 1. März 2026 das 20-jährige Jubiläum ihrer Präsenz am Flughafen Hamburg. Seit der Aufnahme des Linienverkehrs im Jahr 2006 hat sich die Verbindung zum Drehkreuz Dubai zu einer tragenden Säule des norddeutschen Luftverkehrs entwickelt. W
as mit einem täglichen Flug eines Airbus A330-200 begann, wurde aufgrund der hohen Nachfrage bereits im September 2011 auf zwei tägliche Rotationen ausgeweitet. In den vergangenen zwei Jahrzehnten beförderte die Airline auf rund 22.500 Flügen insgesamt 6,2 Millionen Passagiere und schlug über 750.000 Frachtsendungen um. Hamburg nimmt dabei eine strategische Sonderrolle ein: Im Jahr 2018 wählte Emirates die Hansestadt als ersten deutschen Standort für den Einsatz der technologisch fortschrittlichen „Gamechanger“-Kabine in der Boeing 777 aus.
Aktuell bedient Emirates die Strecke Hamburg–Dubai zweimal täglich mit Flugzeugen des Typs Boeing 777-300ER. Diese Maschinen verfügen über eine Drei-Klassen-Konfiguration und bieten pro Flug eine Beiladekapazität von 17 Tonnen Fracht, was den Standort Hamburg eng mit globalen Warenströmen verknüpft. Neben der direkten Anbindung an die Vereinigten Arabischen Emirate nutzen Reisende die Verbindung vor allem als Zugang zu Zielen in Asien und dem Indischen Ozean. Besonders gefragt sind Destinationen wie Bangkok, Mauritius, die Malediven sowie Singapur. Auch die Hamburger Partnerstädte Shanghai, Osaka und Dar es Salaam sind über das Drehkreuz Dubai für Urlauber und Geschäftsreisende aus Norddeutschland effizient erreichbar.
Die Partnerschaft zwischen dem Hamburger Flughafen und der in Dubai ansässigen Airline zeigt sich auch in der Infrastruktur vor Ort. Seit 2009 betreibt Emirates am Hamburg Airport eine eigene Lounge, die mit 900 Quadratmetern zu den größten ihrer Art in Europa zählt und erst im Jahr 2023 umfassend modernisiert wurde. Ein exklusiver Chauffeur-Service für Premium-Gäste unterstreicht den Fokus auf zahlungskräftige Kundengruppen. Laut Christian Kunsch, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung des Hamburg Airport, verdeutlicht der Erfolg der Strecke den anhaltenden Trend zu Fernreisen: Im vergangenen Jahr entfiel fast jede fünfte Buchung am Flughafen Hamburg auf ein interkontinentales Ziel.
Wirtschaftlich betrachtet ist Emirates ein bedeutender Faktor für den Luftfahrtstandort Deutschland. Obwohl die Airline seit Jahren um zusätzliche Verkehrsrechte für Flughäfen wie Berlin oder Stuttgart kämpft, bleibt Hamburg neben Frankfurt, München und Düsseldorf einer der vier fest etablierten Eckpfeiler im deutschen Flugplan. Die kontinuierliche Kapazitätsanpassung, die in der Vergangenheit auch zeitweise den Einsatz des Airbus A380 umfasste, spiegelt die robuste Auslastung wider. Für die Zukunft plant Emirates, die Flexibilität für Reisende aus dem norddeutschen Einzugsgebiet durch die Beibehaltung der hohen Taktung und den Einsatz modernster Kabinenprodukte weiter sicherzustellen.