Boeing 777-300ER (Foto: Emirates).
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Emirates forciert Flottenumbau für erweitertes Premium-Economy-Angebot

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Die Fluggesellschaft Emirates treibt die Modernisierung ihrer Flotte massiv voran und weitet die Verfügbarkeit ihrer Premium-Economy-Klasse auf zahlreiche internationale Destinationen aus. Im Zentrum der aktuellen Maßnahmen steht ein umfangreiches Retrofit-Programm, bei dem bis November 2026 alle 15 Airbus A380, die bisher in einer Zwei-Klassen-Konfiguration betrieben wurden, auf ein Drei-Klassen-Layout umgerüstet werden. Das erste dieser modifizierten Großraumflugzeuge wird bereits ab Mitte April eingesetzt und verfügt künftig über 56 Sitze in der Premium Economy sowie 76 Plätze in der Business Class und 437 in der Economy Class.

Die strategische Planung sieht vor, das modernisierte Produkt zunächst auf der Route zwischen Dubai und Amman einzusetzen, bevor ab Juni 2026 auch Prag mit der neuen Kabinenkonfiguration bedient wird. Neben dem Airbus A380 werden auch Flugzeuge des Typs Boeing 777-200LR umgebaut, um die Kapazitäten in den Premium-Segmenten zu erhöhen. Dies betrifft unter anderem Verbindungen nach Mauritius und Ho-Chi-Minh-Stadt. In Vietnam wird das Angebot durch den Einsatz der umgerüsteten Maschinen auf über 600 Premium-Sitzplätze pro Woche gesteigert, was die Bedeutung des südostasiatischen Marktes für die Fluggesellschaft unterstreicht.

Zusätzliche Anpassungen im Streckennetz erfolgen im Herbst und Winter 2026. Ab Oktober plant Emirates den Einsatz des A380 auf Flügen nach Hongkong und Guangzhou, wobei die Maschinen schrittweise durch Einheiten mit integrierter Premium Economy ersetzt werden. Die Airline reagiert damit auf die weltweit steigende Nachfrage nach Reiseklassen, die preislich unterhalb der Business Class angesiedelt sind, aber einen deutlich höheren Komfort als die Standard-Economy bieten. Das Investitionsvolumen für dieses flottenweite Erneuerungsprogramm beläuft sich auf mehrere Milliarden US-Dollar und umfasst neben neuen Sitzen auch verbesserte Bordunterhaltungssysteme und ein überarbeitetes Kabinendesign.

Branchenexperten werten diesen Schritt als Teil einer langfristigen Strategie, um die Marktführerschaft im Bereich der Langstreckenverbindungen über das Drehkreuz Dubai zu sichern. Durch die Vereinheitlichung des Kabinenprodukts über verschiedene Flugzeugtypen hinweg erhöht Emirates die operative Flexibilität und stellt sicher, dass Passagiere auf Anschlussflügen einen konsistenten Standard vorfinden. Die Umrüstung findet im eigenen Engineering-Zentrum in Dubai statt, wodurch die Airline die volle Kontrolle über die Qualität und den Zeitplan der Modifikationen behält.

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