Boeing 777 (Foto: Emirates).
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Emirates setzt auf lokales Kunststoff-Recycling in Dubai

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Die Fluggesellschaft Emirates hat im Rahmen der Modernisierung ihrer Kabinenprozesse die Logistikkette für das Economy-Class-Geschirr neu strukturiert. In Zusammenarbeit mit dem Luftfahrt-Zulieferer deSter FZE UAE wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein geschlossener Wertstoffkreislauf für Kunststoffteile etabliert.

Das Unternehmen investierte rund 11,7 Millionen Euro in die Umstellung des Produktionsmodells. Beschädigte oder abgenutzte Tabletts, Auflaufformen und Schüsseln werden nach der Landung systematisch aussortiert, gereinigt und in einer spezialisierten Verarbeitungsstätte im Emirat Dubai zu Granulat verarbeitet. Aus diesem Rohstoff entstehen neue Serviceprodukte, die einen Recyclinganteil von bis zu 25 Prozent aufweisen und anschließend an das Catering-Unternehmen der Fluglinie zur erneuten Beladung übergeben werden.

Innerhalb eines Wirtschaftsjahres wurden im Zuge dieses Verfahrens mehr als 88.000 Kilogramm Kunststoff direkt vor Ort wiederverwertet. Durch den Aufbau der lokalen Fertigungsstätte entfallen die sonst üblichen, weiten Transportwege zu externen Verwertungsbetrieben in Übersee, was die Effizienz der internen Materialwirtschaft steigert. Der Kooperationspartner deSter operiert in Dubai mit modernen Fertigungsanlagen, die unter anderem über eigene Solaranlagen und geschlossene Wasserkreisläufe versorgt werden. Das Entsorgungs- und Logistikkonzept sieht zudem vor, dass auf Flügen mit dem Zielhafen Dubai auch Einweg-Kunststoffflaschen sowie Glasbehälter bereits während des Fluges vom Kabinenpersonal getrennt gesammelt und den nachgelagerten Recyclingbetrieben zugeführt werden.

Die Materialumstellung erstreckt sich neben dem Speisegeschirr auf weitere Ausstattungselemente der verschiedenen Beförderungsklassen. So bestehen die Fleecedecken der Premium Economy und Economy Class aus synthetischen Fasern, die aus aufbereiteten Plastikflaschen gewonnen werden. Ähnliche Verfahren kommen bei der Produktion von Textilkomponenten wie Socken, Schlafmasken und den Aufbewahrungstaschen für die Bettwaren der First Class zum Einsatz. Für die Verpackung von Kopfhörern nutzt die Fluglinie recyceltes Polyethylen niedriger Dichte (LDPE), während Kosmetiksets und Bordservice-Accessoires wie Kämme und Bürsten schrittweise auf biobasierte Kunststoffe oder recycelte Verbundmaterialien umgestellt wurden. Für die Textilien der gehobenen Klassen verwendet das Unternehmen zudem Modalgewebe aus pflanzlichen Fasern.

Flankiert werden die logistischen Prozessänderungen durch Anpassungen im Bordunterhaltungsprogramm, wo im Sommer 2026 unter anderem eine Sonderkollektion von Dokumentarfilmen des Naturforschers Sir David Attenborough gezeigt wird. Die Umstrukturierung der Materialströme ist Teil einer umfassenden Optimierung der Betriebsabläufe beim Catering und der Abfallentsorgung am Drehkreuz Dubai. Da Emirates jährlich Millionen von Passagieren befördert und entsprechende Mengen an Verbrauchsgütern benötigt, gilt die Etablierung regionaler Kreisläufe und die Reduzierung von Deponieabfällen in der Luftfahrtbranche als notwendiger Schritt, um den massiven Materialbedarf von Großraumflugzeugen wie dem Airbus A380 und der Boeing 777 logistisch und ökonomisch zu beherrschen.

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