Southwest Airlines am Flughafen Los Angeles (Foto: David Syphers/Unsplash).
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Ende der Freigepäck-Ära: Southwest Airlines führt Gebühren für Aufgabegepäck ein

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Die US-amerikanische Billigfluggesellschaft Southwest Airlines hat ihre langjährige Praxis beendet, wonach Passagiere zwei Gepäckstücke kostenlos aufgeben konnten. Wie das Unternehmen nach vorheriger Ankündigung nun umsetzte, werden seit Dienstag Gebühren für aufgegebenes Gepäck erhoben. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Änderung in der Geschäftsstrategie von Southwest, die bisher mit ihrer großzügigen Gepäckregelung warb.

Demnach kostet das erste aufgegebene Gepäckstück nun 35 Dollar (etwa 31 Euro), für das zweite Gepäckstück fallen 45 Dollar an. Von diesen Gebühren ausgenommen sind bestimmte Vielfliegerkunden mit den Status „A-List Preferred“ und Passagiere, die den höchsten Premium-Tarif gebucht haben; sie dürfen weiterhin zwei Gepäckstücke kostenfrei aufgeben. Kunden mit dem „A-List“-Status können ein Gepäckstück kostenlos einchecken, ebenso Inhaber von Co-Branding-Kreditkarten.

Finanzielle Gründe und Kurswechsel der Airline

Southwest Airlines hatte bereits im März angekündigt, die sogenannte „Bags Fly Free“-Regelung zu beenden, um ihre Einnahmen zu steigern. Dieser Schritt erfolgt in einer Zeit, in der die Fluggesellschaft unter Druck steht, ihre finanzielle Leistung zu verbessern und sich an die Gepäckgebühren anderer großer US-Fluggesellschaften anzupassen. Analysten sehen darin eine Reaktion auf den Druck von Investoren, die eine Steigerung der Rentabilität fordern. Gleichzeitig zog Southwest ihre Finanzprognose für das laufende Jahr zurück, was das „Wall Street Journal“ zuerst berichtete. Als Grund nannte die Airline die Unsicherheiten durch den amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt und dessen Auswirkungen auf die Nachfrage.

Die Einführung von Gepäckgebühren und die Zurücknahme der Finanzprognose deuten auf eine Phase der strategischen Neuausrichtung bei Southwest Airlines hin. Es bleibt abzuwarten, wie die Kunden auf diese Veränderungen reagieren und ob andere Billigfluggesellschaften ähnliche Schritte in Erwägung ziehen werden. Die Beendigung einer der Kernleistungen, mit der sich Southwest lange von ihren Wettbewerbern unterschieden hat, könnte die Wettbewerbslandschaft im US-amerikanischen Luftverkehr durchaus verändern.

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