Boeing 737-300 (Foto: Anna Zvereva).
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Entzug der Betriebsgenehmigung für die maltesische Fluggesellschaft Maleth-Aero

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Die maltesische Charter- und Frachtfluggesellschaft Maleth-Aero darf mit sofortiger Wirkung keinen Flugbetrieb mehr durchführen. Wie der Luftfahrtdatenanbieter CH-Aviation unter Berufung auf das maltesische Verkehrsministerium berichtet, wurde dem Unternehmen das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) entzogen.

Maleth-Aero, die seit ihrer Gründung im Jahr 2012 am internationalen Flughafen von Malta stationiert ist, verliert damit die rechtliche Grundlage für jegliche kommerzielle Flugaktivitäten. Der Entzug einer solchen Lizenz gilt in der Luftfahrtbranche als schwerwiegender Eingriff und folgt in der Regel auf erhebliche finanzielle Unregelmäßigkeiten oder massive Mängel in der operativen Aufsicht.

Seit dem Jahr 2021 befindet sich das Unternehmen mehrheitlich im Besitz der US-amerikanischen Investmentgruppe AELF FlightService. Diese Übernahme sollte ursprünglich die Marktposition von Maleth-Aero im Bereich der Frachtkapazitäten und des ACMI-Leasings (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) stärken. Die Flotte der Gesellschaft bestand in der Vergangenheit aus einer Mischung verschiedener Flugzeugtypen, darunter Airbus A330-900 und Boeing 737, die weltweit für verschiedene Auftraggeber im Einsatz waren. Trotz der internationalen Ausrichtung und der finanziellen Unterstützung durch den amerikanischen Mehrheitseigentümer scheint die wirtschaftliche oder regulatorische Stabilität des Betriebs nicht mehr gewährleistet gewesen zu sein.

Die maltesische Zivilluftfahrtbehörde (Transport Malta) hält sich mit detaillierten Begründungen für den Entzug des AOC derzeit bedeckt. Marktbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass die Behörden in Malta zuletzt die Kontrollen verschärft haben, um den Ruf des Inselstaats als seriöser Standort für Luftverkehrsbetreiber zu wahren. Ein Entzug des Betreiberzeugnisses bedeutet für die Angestellten und die laufenden Verträge mit Frachtkunden eine unmittelbare Unterbrechung aller Dienstleistungen. Für die Muttergesellschaft AELF stellt dieser Schritt einen massiven Rückschlag dar, da die Flugzeuge ohne gültiges Zertifikat am Boden bleiben müssen und die Suche nach einem alternativen Betreiber Zeit und hohe Summen in Anspruch nimmt.

Zusätzliche Branchenberichte deuten darauf hin, dass es bereits in den Vormonaten zu Unregelmäßigkeiten im Flugplan gekommen war. Maleth-Aero hatte sich insbesondere während der globalen Lieferkettenprobleme einen Namen als flexibler Anbieter für Langstreckenfracht gemacht. Der plötzliche Stopp des Betriebs wirft nun Fragen zur langfristigen Strategie von AELF FlightService in Europa auf. Während die Fluggesellschaft versucht, rechtliche Schritte gegen die Entscheidung einzuleiten, bleibt der Status der betroffenen Flugzeuge ungewiss. Eine Wiedererteilung des Zertifikats ist nach aktuellem Stand an strenge Auflagen gebunden, deren Erfüllung Monate dauern könnte.

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