Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat ihren Jahresbericht veröffentlicht und verzeichnete Rekordeinnahmen. Gleichzeitig leidet das Unternehmen weiterhin unter einem politischen Konflikt, der zu einer Flugaussetzung nach Eritrea geführt hat.
Die Flüge in die eritreische Hauptstadt Asmara wurden im September 2024 eingestellt, nachdem Konten der Airline in dem Land eingefroren worden waren. Der Vorstandsvorsitzende Mesfin Tasew betonte, daß rechtliche Schritte zur Wiedergewinnung der Gelder gescheitert seien. Er bezeichnete die Angelegenheit als eine politische Entscheidung.
Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Ethiopian Airlines einen Rekordumsatz von 7,6 Milliarden US-Dollar, was ein Wachstum von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt. Die Fluggesellschaft beförderte insgesamt 19 Millionen Passagiere. Die Flotte wurde um 13 neue Flugzeuge erweitert und es wurden sechs neue internationale Routen eröffnet.
Die Fluggesellschaft setzt ihre ehrgeizige Wachstumsstrategie fort. Kürzlich wurde ein Darlehen von 500 Millionen US-Dollar von der Afrikanischen Entwicklungsbank zur Finanzierung eines neuen Flughafens in der Nähe von Addis Ababa gesichert. Dieser soll eine Kapazität von bis zu 60 Millionen Passagieren pro Jahr haben.