Am 5. Januar 2025 wurde der geplante Flug EY 461 von Etihad Airways von Melbourne (MEL) nach Abu Dhabi (AUH) aufgrund eines technischen Vorfalls vor dem Abflug abgebrochen. Die Boeing 787 Dreamliner mit der Registrierung A6-BLN erlebte während des Starts eine Panne, bei der zwei Reifen des Hauptfahrwerks platzten. Glücklicherweise verlief der Vorfall ohne Verletzte, und die Passagiere wurden sicher umgebucht.
Der 7,6 Jahre alte Airbus Dreamliner von Etihad Airways stand bereits in Position, um von der Piste 34 des internationalen Flughafens Melbourne zu starten, als der Vorfall eintrat. Während des Starts, als das Flugzeug bereits Fahrt aufnahm, kam es zu einem dramatischen Vorfall: Zwei Reifen des Hauptfahrwerks platzten. Die Piloten reagierten sofort und entschieden sich, den Start abzubrechen, um die Sicherheit der Passagiere und des Flugzeugs zu gewährleisten.
Der Vorfall wurde auf der Social-Media-Plattform X in Form eines Videos dokumentiert. In diesem Clip ist zu sehen, wie das Flugzeug noch auf der Startbahn rollt, während Feuerwehrfahrzeuge mit Wasserstrahlen auf die beschädigten Reifen schießen. Diese Maßnahme ist eine Standardvorgehensweise, um ein Überhitzen der Reifen zu verhindern und die Sicherheit des Flugzeugs zu gewährleisten.
Sofortige Maßnahmen und Sicherheit
Etihad Airways reagierte schnell und präzise. In einer Erklärung teilte die Fluggesellschaft mit, dass die Piloten den Start aufgrund „betrieblichen Gründen“ abgebrochen hätten. Nach der sicheren Landung des Flugzeugs auf der Startbahn wurde ein Schaum auf die beschädigten Reifen aufgetragen, ein Verfahren, das zur Standardprozedur gehört, wenn mit Reifenproblemen gerechnet wird. Diese Maßnahme dient der Beruhigung der Passagiere und der Verhinderung von Bränden oder weiteren Schäden.
Das Flugzeug wurde daraufhin sicher gestoppt, und alle 289 Passagiere konnten das Flugzeug ohne Zwischenfälle verlassen. In einer weiteren Mitteilung informierte Etihad Airways, dass die Passagiere mit Bussen zum Terminal transportiert wurden, wo sie dann auf Ersatzflüge umgebucht wurden. Es wurden keine Verletzungen gemeldet, und die Passagiere konnten das Terminal ohne größere Verzögerung erreichen.
Flughafenreaktion und Ablauf der Inspektionen
Nach dem Vorfall übernahm der Flughafen Melbourne die Verantwortung für das weitere Handling des Vorfalls. Am 6. Januar 2025 gab der Flughafen bekannt, dass die Boeing 787 Dreamliner sicher abgeschleppt und die notwendigen Inspektionen abgeschlossen worden seien. Nach der Inspektion wurde die Start- und Landebahn wieder für den Betrieb freigegeben, und der Flughafen kehrte zu seinem regulären Betrieb zurück.
Die Ursache für das Platzen der Reifen wird derzeit untersucht. Flugzeuge sind mit speziell entwickelten Reifen ausgestattet, die unter extremen Bedingungen arbeiten müssen. Ein Reifenplatzer während eines Starts ist ein ernstzunehmender Vorfall, auch wenn es in diesem Fall keine schwerwiegenden Folgen hatte. Die Untersuchung wird dazu beitragen, herauszufinden, ob es sich um ein technisches Versagen handelte oder ob äußere Faktoren eine Rolle gespielt haben.
Etihad Airways‘ Umgang mit dem Vorfall
Etihad Airways hat sich nach dem Vorfall in den sozialen Medien und über offizielle Kanäle transparent geäußert und sich für die schnelle und sichere Handhabung des Vorfalls bedankt. Die Fluggesellschaft hat zudem betont, dass ihre Piloten regelmäßig in Notfallsituationen geschult werden, um derartige Vorfälle effizient und sicher zu managen. Der Vorfall hat erneut gezeigt, wie wichtig eine schnelle und besonnene Reaktion der Crew sowie die ordnungsgemäße Wartung der Flugzeuge sind.
Dieser Vorfall unterstreicht die strengen Sicherheitsvorkehrungen und Protokolle, die von Fluggesellschaften und Flughäfen weltweit implementiert werden, um das Wohl der Passagiere zu schützen. Etihad Airways hat gezeigt, dass sie bei einem Zwischenfall in der Lage ist, schnell zu reagieren und die Sicherheit ihrer Passagiere und des Flugzeugs zu gewährleisten.
Der Vorfall mit dem Boeing 787 Dreamliner von Etihad Airways ist ein weiteres Beispiel für die hohe Professionalität der internationalen Fluggesellschaften und die effiziente Handhabung von Notfällen. Obwohl der Vorfall auf den ersten Blick dramatisch erschien, verlief er ohne Verletzungen und konnte durch die schnelle Reaktion der Piloten und Flughafenmitarbeiter professionell abgewickelt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Untersuchung zur Ursache des Reifenplatzers dazu beiträgt, ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden und die Flugsicherheit weiter zu erhöhen.