Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg hat eine umfassende Modernisierung seiner Passagierabfertigung eingeleitet. Seit Mitte Februar 2026 können Reisende ausgewählter Fluggesellschaften ihre Koffer über neue Selbstbedienungsautomaten, sogenannte Self Bag Drop-Einheiten, eigenständig aufgeben. In einem ersten Schritt wurden in den Hallen 2 und 4 insgesamt 24 Check-in-Kioske sowie 14 Gepäckautomaten in Betrieb genommen. Ziel dieser technologischen Umrüstung ist es, die Abfertigungsprozesse insbesondere während der verkehrsreichen Spitzenzeiten zu beschleunigen und die Wartezeiten für die Fluggäste deutlich zu verkürzen.
Die Einführung der Automaten ist Teil eines größeren Infrastrukturprojekts am binationalen Flughafen. Aufgrund der Installationsarbeiten wurde die Check-in-Halle 3 vorübergehend für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Wiedereröffnung dieser Halle, die ebenfalls mit der neuesten Generation von Terminals ausgestattet wird, ist für Ende Mai 2026 geplant. Damit stehen pünktlich zum Beginn der Sommersaison alle vier Abfertigungshallen des Flughafens wieder zur Verfügung. Die Koordination der Bodenabfertigung liegt weiterhin in den Händen des Dienstleisters Swissport, der die Passagiere bei der Umstellung auf die digitalen Prozesse unterstützt.
Zusätzliche Branchenanalysen belegen, dass der EuroAirport mit dieser Investition auf das stetig wachsende Passagieraufkommen im Dreiländereck reagiert. Vergleichbare Systeme an anderen europäischen Regionalflughäfen haben gezeigt, dass die Automatisierung die Kapazität der Schalterbereiche um bis zu 30 Prozent steigern kann. Passagiere werden gebeten, bereits vor der Ankunft am Flughafen online einzuchecken, um den Prozess am Automaten, der lediglich noch den Ausdruck des Gepäcklabels und das Wiegen des Koffers umfasst, so kurz wie möglich zu halten. In einer nächsten Phase sollen weitere Fluggesellschaften in das System integriert werden, um eine flächendeckende Nutzung zu ermöglichen.
Die technische Aufrüstung fügt sich in die langfristige Strategie des Flughafens ein, die Betriebsabläufe durch Digitalisierung zu optimieren. Neben den neuen Check-in-Möglichkeiten investiert der Standort auch in die Modernisierung der Sicherheitskontrollen und der Grenzabfertigung, um dem Status als wichtiger Knotenpunkt für Geschäfts- und Urlaubsreisen gerecht zu werden. Durch die Entkoppelung von manuellem Schalterdienst und Gepäckaufgabe gewinnt das Abfertigungspersonal an Flexibilität, um Reisenden bei komplexeren Anliegen beratend zur Seite zu stehen, während Routinevorgänge durch die Passagiere selbst erledigt werden.