Finnair musste den Betrieb von acht ihrer Airbus A321-Flugzeuge vorübergehend einstellen, nachdem der Hersteller der ursprünglichen Sitzbezüge die Fluggesellschaft über Mängel bei der Brandschutzprüfung nach der routinemäßigen Reinigung informiert hatte. Die betroffenen Maschinen sind seit dem 13. Oktober 2025 nicht im Einsatz, was zur Streichung von rund 70 Flügen führte und die Reisepläne von etwa 11.000 Kunden beeinträchtigte.
Das Sicherheitsproblem resultierte aus einer fehlerhaften Überprüfung, inwieweit das übliche Verfahren des Waschens die Brandschutzeigenschaften der Bezüge beeinträchtigt. Die Bezüge wurden von einem langjährigen Partner nach den Vorgaben des ursprünglichen Sitzherstellers gefertigt und gewaschen. Üblicherweise werden Flugzeugsitze alle zwei Jahre einer solchen Standardreinigung unterzogen, welche in der gesamten Flotte von Finnair angewendet wird.
Als Reaktion auf die Betriebseinstellung tauscht Finnair derzeit rund 1.700 Sitzbezüge in den acht A321-Maschinen aus. Die Fluggesellschaft erwartet, dass sechs der betroffenen Flugzeuge innerhalb einer Woche wieder in Betrieb genommen werden können und die gesamte A321-Flotte bis Ende des Monats wieder vollständig einsatzbereit ist. Um die Beeinträchtigungen für die Passagiere zu minimieren, hat Finnair zwei Flugzeuge samt Besatzung geleast.
Dennoch muss Finnair darauf hinweisen, dass es bis zur vollständigen Wiederinbetriebnahme der A321-Flotte weiterhin zu Flugausfällen, Überbuchungen oder kurzfristigen Änderungen der durchführenden Fluggesellschaft kommen kann. Pekka Korhonen, SVP Technical Operations bei Finnair, betonte, dass die sichere Durchführung der Flüge oberste Priorität habe und die Flugzeuge am Boden bleiben mussten, bis das Problem behoben war.