Das finnische Außenministerium hat die Organisation eines Charterflugs zur Evakuierung finnischer Staatsangehöriger angekündigt, die aufgrund der aktuellen militärischen Eskalation im Nahen Osten in den Vereinigten Arabischen Emiraten festsitzen.
Nachdem Luftraumblockaden und Sicherheitsrisiken nach den Angriffen auf den Iran den regulären Flugverkehr massiv beeinträchtigen, soll die Maschine am kommenden Wochenende von Maskat, der Hauptstadt des Oman, nach Helsinki starten. Außenministerin Elina Valtonen betonte, dass die Entscheidung für diesen Sonderflug aufgrund der zunehmend schwierigen Sicherheitslage am fünften Tag des Konflikts getroffen wurde, um eine verlässliche Ausreisemöglichkeit zu schaffen.
Die Kosten für einen Sitzplatz auf diesem Evakuierungsflug belaufen sich auf rund 2.300 Euro pro Passagier. Laut Ministerium resultiert dieser hohe Preis vor allem aus den extrem gestiegenen Versicherungsprämien für Flüge in Krisenregionen sowie den hohen operativen Kosten für kurzfristige Chartereinsätze. Die Teilnahme an der Rückholaktion ist freiwillig, wobei die Reisenden die Kosten gemäß den gesetzlichen Regeln für konsularische Notfälle selbst tragen müssen. Zudem sind die Betroffenen für den Landtransport von den Emiraten zum Abflughafen im Oman selbst verantwortlich, was angesichts von Grenzengpässen eine zusätzliche logistische Hürde darstellt.
Das Außenministerium stellte klar, dass die primäre Verantwortung für die Rückbeförderung weiterhin bei den privaten Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern liegt. Es finden diesbezüglich laufende Gespräche mit der nationalen Fluggesellschaft Finnair statt, um Kapazitäten und Routenoptionen abzustimmen. Da der reguläre kommerzielle Flugverkehr in weiten Teilen der Region zum Erliegen gekommen ist, dient der staatlich koordinierte Flug als zusätzliche Sicherheitsreserve für Personen, die keine anderen Buchungsmöglichkeiten mehr finden. Finnische Staatsbürger, die sich vorab registriert hatten, wurden bereits über die Details und die notwendige Kostenübernahme informiert.
Parallel dazu bereiten auch andere europäische Staaten ähnliche Maßnahmen vor, da die Kapazitäten an den verbliebenen Knotenpunkten wie Maskat aufgrund der hohen Nachfrage erschöpft sind. Die finnischen Behörden beobachten die Lage an der Grenze zum Oman genau, da Berichte über erschwerte Grenzübertritte für Ausländer vorliegen. Das Ministerium unterstreicht, dass staatliche Evakuierungsmaßnahmen im Rahmen der konsularischen Hilfeleistung grundsätzlich kostenpflichtig sind und die Erstattung der Auslagen durch die Reisenden eine rechtliche Voraussetzung darstellt. Eine dauerhafte Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs wird erst nach einer Deeskalation der militärischen Lage erwartet.