"Flight Risk" (Foto: Tobis Film GmbH).
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Fliegen um Leben und Tod: „Flight Risk“ hebt ab

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Mit Flight Risk präsentiert Mel Gibson eine fesselnde Mischung aus Actionthriller und Psychodrama, die ihresgleichen sucht. Der Film, eine Produktion von Hammerstone Studios, Davis Entertainment und Gibsons eigener Firma Icon Productions, startet am 20. Feber 2024 in den österreichischen und deutschen Kinos und verspricht Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde.

In einer mitreißenden Geschichte, die überwiegend in einem kleinen Flugzeug hoch über den schneebedeckten Weiten Alaskas spielt, verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, während die Zuschauer auf engstem Raum Zeugen eines tödlichen Katz-und-Maus-Spiels werden.

Die Handlung: Ein Flug mit ungeahnten Turbulenzen

US-Vize-Marshal Madolyn Harris, gespielt von Michelle Dockery (Downton Abbey), hat einen heiklen Auftrag: Sie soll den ehemaligen Mafia-Buchhalter Winston (Topher Grace, bekannt aus That ’70s Show) sicher nach New York bringen, wo er als Kronzeuge gegen den mächtigen Gangsterboss Moretti aussagen soll. Winston hat sich aus Angst vor Vergeltung nach Alaska zurückgezogen und wird von Madolyn in einer kleinen Chartermaschine eskortiert. Pilot Daryl (Mark Wahlberg, The Fighter) scheint zunächst ein erfahrener und zuverlässiger Flieger zu sein, doch schnell wird klar, dass er eine gefährliche Geheimidentität verbirgt. Daryl ist ein Auftragskiller, dessen Mission es ist, Winston und Madolyn zu eliminieren, bevor der Prozess überhaupt beginnen kann.

Die Situation eskaliert, als Madolyn erkennt, dass sie niemandem vertrauen kann. Eingeschlossen in einem beengten Cockpit über den spektakulären und zugleich gnadenlosen Landschaften Alaskas, entbrennt ein erbitterter Überlebenskampf. Winston, an seinen Sitz gefesselt, wird widerwillig zu ihrem Verbündeten, während der psychopathische Daryl mit perfiden Psychospielchen die Oberhand zu gewinnen versucht. Am Ende bleibt Madolyn keine Wahl: Ohne jegliche Flugerfahrung muss sie die Kontrolle über die einmotorige Cessna übernehmen, um sich und Winston zu retten. Doch die Zeit und das Treibstofflimit spielen gegen sie.

„Flight Risk“ (Foto: Tobis Film GmbH).

Ein starkes Ensemble in Bestform

Die Besetzung von Flight Risk ist einer der stärksten Trümpfe des Films. Michelle Dockery brilliert als entschlossene, jedoch innerlich zerrissene US-Vize-Marshal, die zwischen Pflichtbewusstsein und Überlebensinstinkt navigiert. Dockery gelingt es, den Charakter Madolyn sowohl verletzlich als auch unnachgiebig darzustellen – eine Polizistin, die für ihre Mission über ihre eigenen Grenzen hinausgeht.

Topher Grace sorgt mit seiner Darstellung des zynischen und sarkastischen Mafia-Buchhalters Winston für humorvolle Akzente, ohne dabei die Dramatik aus den Augen zu verlieren. Seine Figur ist ein cleverer Kontrast zu Dockerys zielgerichteter Marshal. Gemeinsam schaffen sie eine Dynamik, die den Zuschauer in ihren Bann zieht.

Mark Wahlberg zeigt sich in einer seltenen Rolle als Bösewicht. Mit einer bedrohlichen Intensität und einer überraschend emotionalen Tiefe gibt er Daryl eine unberechenbare Präsenz, die den Film trägt. „Es hat mir Spaß gemacht, einen Charakter zu spielen, der so komplex und gefährlich ist“, sagt Wahlberg über seine Darstellung. Tatsächlich ist er als Antagonist kaum wiederzuerkennen – nicht zuletzt aufgrund seines markanten neuen Looks mit Glatze.

„Flight Risk“ (Foto: Tobis Film GmbH).

Mel Gibson und die Kunst des Thrillers

Flight Risk ist Mel Gibsons erste Regiearbeit seit dem Oscar-gekrönten Hacksaw Ridge (2017) und zeigt einmal mehr seine Vielseitigkeit als Filmemacher. Der Film wurde größtenteils auf einer speziell angefertigten Soundstage gedreht, die es dem Team ermöglichte, realistische Flugsequenzen mit atemberaubenden Effekten zu erzeugen. Kameramann Johnny Derango setzte auf hochmoderne digitale Technologien, um die klaustrophobische Enge des Flugzeugs mit der überwältigenden Weite Alaskas zu kontrastieren.

Die Idee für den Film stammt aus der Feder von Drehbuchautor Jared Rosenberg, der sich von seiner eigenen Familiengeschichte inspirieren ließ. Sein Urgroßvater betrieb eine kleine Landebahn, was Rosenberg ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen und die Gefahren des Fliegens vermittelte. Dieses Wissen fließt in jede Szene ein, wodurch der Zuschauer das Gefühl hat, tatsächlich in der Kabine zu sitzen.

„Der Film spielt mit universellen Ängsten – vor dem Fliegen, vor dem Absturz und vor der Unberechenbarkeit fremder Menschen“, sagt Gibson. Dabei lässt Flight Risk jedoch auch Raum für überraschenden Humor und emotionale Wendungen.

Ein Erlebnis für die große Leinwand

Der Film lebt von seiner Spannung und der dichten Atmosphäre, die durch die begrenzte Kulisse und die exzellente schauspielerische Leistung des Ensembles erzeugt wird. Regisseur Mel Gibson beschreibt Flight Risk als „eine Tour de Force, die Zuschauer mitten ins Geschehen zieht.“ Dabei setzt der Film bewusst auf die Kinoerfahrung: „Auf der großen Leinwand fühlt sich das Publikum so, als säße es selbst in der Cessna – jeder Luftzug, jede Erschütterung ist spürbar“, schwärmt Produzent John Davis.

Mit Flight Risk liefert Mel Gibson einen actiongeladenen, psychologisch dichten Thriller ab, der das Publikum bis zur letzten Minute an den Kinositz fesselt. Der Film ist eine Hommage an das Kinoerlebnis und setzt auf temporeiche Spannung, vielschichtige Charaktere und technische Brillanz. Für Fans von intensiven Thrillern und charakterbasierten Actionfilmen ist dieser Film ein Muss.

„Flight Risk“ (Foto: Tobis Film GmbH).
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