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Flottenschaden belastet Hochseegeschäft von Nicko Cruises während Flussreisen stabil bleiben

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Der Stuttgarter Kreuzfahrtveranstalter Nicko Cruises stabilisiert sein operatives Geschäft im Flussbereich, muss jedoch im Hochseegeschäft erhebliche betriebliche Rückschläge verkraften.

Wie Geschäftsführer Guido Laukamp im Rahmen der Vorstellung des neuen Programms einräumte, zwangen unvorhergesehene technische Mängel am einzigen Hochseeschiff des Unternehmens, der „Vasco da Gama“, den Veranstalter zur Absage von insgesamt vier geplanten Kreuzfahrten. Konkret mussten die Generatoren für den dieselelektrischen Antrieb des Schiffes aufgrund akuter Erneuerungsbedürftigkeit in einer Werft repariert werden. Laukamp bezeichnete die daraus resultierenden Ausfälle und Einnahmeverluste als schweren wirtschaftlichen Schlag ins Kontor. Nach dem aktuellen Reparaturplan soll das Hochseeschiff am 2. Juli wieder planmäßig in den Liniendienst zurückkehren.

Im Gegensatz zum Hochseesektor entwickelt sich das klassische Flusskreuzfahrtgeschäft trotz einer allgemeinen, temporären Nachfrageschwäche auf dem Gesamtmarkt auf Kurs. Der Veranstalter profitiert hierbei von einer starken Basis an Frühbuchungen, die bereits im Herbst und Winter generiert werden konnten. Für die kommende Saison plant Nicko Cruises den Einsatz von insgesamt 22 Schiffen, die auf 33 Gewässern und 81 Routen auf vier Kontinenten verkehren sollen. Das Portfolio erstreckt sich über Europa, Afrika, Asien und Amerika. Das zusätzliche Passagieraufkommen auf der Donau wird durch den Neuzugang „Bellejour“ aufgefangen, während die bewährten Volumenprodukte auf dem Rhein und den deutschen Nebenflüssen weiterhin eine stabile Auslastung aufweisen.

Strategisch setzt das Unternehmen auf eine geografische Expansion im südeuropäischen Raum und die Wiederaufnahme von Fernreisezielen. Nach der Erschließung des spanischen Guadalquivir im Vorjahr wird das Programm um Flussreisen auf der französischen Gironde sowie um Routen in Kroatien mit dem Flottenneuzugang „Liberty“ erweitert. Auf dem portugiesischen Douro bietet der Veranstalter künftig kombinierte Verlängerungsprogramme an der Algarve an. Im Fernost-Segment kehrt zudem China mit dem Schiff „Victoria Sabrina“ dauerhaft in den Katalog zurück, womit das Angebot neben bewährten Routen auf dem Nil, dem Mekong und dem Mississippi ausgebaut wird. Das unternehmerische Leitmotiv bleibt auf das sogenannte „Slow Cruising“ ausgerichtet, welches sich durch kleinere Schiffseinheiten, verlängerte Liegezeiten in den Häfen und intensivere Landausflüge definiert.

Auf der Kostenseite sieht sich die Reederei mit spürbaren Steigerungen bei den Betriebsausgaben konfrontiert. Höhere Aufwendungen für das Bordpersonal, gestiegene Abgaben in den Zielhäfen sowie allgemeine Teuerungen im Einkauf belasten die Gewinnmargen. Um diese Faktoren auszugleichen, kündigte Nicko Cruises eine moderate Anpassung der Reisepreise um drei bis fünf Prozent pro Jahr an. Zudem hält das Unternehmen an dem bereits eingeführten Treibstoffzuschlag bis auf Weiteres fest, um sich gegen unvorhersehbare Preissprünge auf den internationalen Bunkermärkten abzusichern. Durch gezielte Produktinnovationen, wie neue Advents- und Eventreisen mit der „Rhein Melodie“ und Routenvariationen der „Nicko Spirit“ auf Mosel und Saar, soll die Auslastung im Premiumsegment optimiert werden.

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