Flughafen Vilnius (Foto: Augustas Didžgalvis).
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Flugbetrieb in Vilnius zweimal wegen mutmaßlicher Schmuggelballons unterbrochen

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Der Flugverkehr am Flughafen Vilnius musste zwischen Sonntagabend und dem frühen Montagmorgen zweimal vorübergehend eingestellt werden. Grund dafür waren mutmaßliche Schmugglerballons, die in den Luftraum des Flughafens eindrangen und zu einer vorübergehenden Sperrung des Luftraums führten. Die Störungen unterstreichen die anhaltenden Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Aktivitäten aus der benachbarten Region.

Die erste Betriebseinstellung dauerte von 18:55 Uhr bis 00:25 Uhr, gefolgt von einer zweiten Unterbrechung von 01:40 Uhr bis 03:25 Uhr. Die litauische Flughafenverwaltung warnte im Anschluss an die Vorfälle vor weiteren Verspätungen im Tagesverlauf, da die Crews und Flugzeuge die Verzögerungen aufarbeiten müssen. Bereits in der vergangenen Woche hatte ein ähnlicher Vorfall mit Ballons zu einer temporären Schließung des Flughafens geführt, wovon mehr als 1.100 Passagiere betroffen waren.

Die litauischen Behörden sehen in den wiederholten Vorfällen eine mögliche hybride Taktik des Nachbarstaates, die darauf abzielt, die öffentliche Ordnung und die kritische Infrastruktur zu stören. Die mutmaßlichen Schmuggelballons stammen wahrscheinlich aus dem Grenzgebiet, das Litauen vor kurzem wegen Sicherheitsbedenken für drei Wochen geschlossen hatte. Obwohl die Grenze wieder geöffnet ist, verhindern die Behörden weiterhin, dass litauische Lastwagen aus der benachbarten Region in ihr Heimatland zurückkehren können. Die anhaltenden Spannungen an der Grenze und die wiederholten Warnungen der Premierministerin, dass weitere Grenzschließungen möglich bleiben, verdeutlichen die fragile Sicherheitslage.

Experten sehen die Verwendung von Ballons als eine kostengünstige und schwer zu verfolgende Methode für Schmuggelaktivitäten. Gleichzeitig stellen sie eine ernsthafte Gefahr für den zivilen Luftverkehr dar, weshalb Flughäfen bei ihrem Auftauchen umgehend den Betrieb einstellen müssen. Die Wiederholung der Zwischenfälle in Vilnius zeigt eine neue Dimension der operativen Herausforderungen für Flughäfen in geografisch exponierten Regionen auf.

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