Flughafen Berlin-Brandenburg Terminal 1 (Foto: Granit Pireci).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Flughafen BER sichert 1,2 Milliarden Euro Refinanzierung vorzeitig

Werbung

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) hat einen wichtigen Schritt in Richtung ihrer finanziellen Selbstständigkeit vollzogen. Dem Unternehmen gelang die vorzeitige und erfolgreiche Platzierung eines umfassenden Refinanzierungspakets in Höhe von 1,2 Milliarden Euro am Kapitalmarkt. Mit der neuen Finanzierung, die eine Laufzeit von fünf Jahren hat, sollen verbürgte Altverbindlichkeiten aus der Bauzeit des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) abgelöst werden.

Das Konsortium für die Finanzierung setzt sich aus zwölf Banken zusammen, darunter deutsche, europäische und internationale Kreditinstitute, einschließlich Handelsbanken, Landes- und Förderbanken. An der Spitze des Konsortiums stehen die NORD/LB Norddeutsche Landesbank und die Commerzbank AG. Recherchen zufolge war das Interesse der Banken so groß, dass die Finanzierung deutlich überzeichnet war, was die gestärkte Reputation der FBB und die positive Geschäftsentwicklung des BER widerspiegelt. Die Geschäftsführung der FBB betonte, dass die Refinanzierung aus eigener Kraft, ohne die bisher notwendigen Gesellschafterbürgschaften, einen gemeinsamen Erfolg darstellt, der auf wirtschaftlicher Disziplin basiert.

Der Flughafen BER wurde Ende Oktober 2020 unter den schwierigen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie eröffnet. Als Reaktion auf die Krise erarbeitete die FBB gemeinsam mit ihren Gesellschaftern – den Ländern Berlin und Brandenburg sowie der Bundesrepublik Deutschland – ein Gesamtfinanzierungskonzept. Dieses beinhaltete Eigenkapitalzuführungen von bis zu 2,4 Milliarden Euro zur Teilentschuldung des Unternehmens und zur Erreichung der finanziellen Selbstständigkeit. Die jetzt erfolgte Refinanzierung löst einen ursprünglich im Juli 2026 fälligen Konsortialkredit ab und ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Finanzplans.

Ein positiver Nebeneffekt der erfolgreichen Kapitalmarkttransaktion betrifft die letzte geplante Eigenkapitalzuführung der Gesellschafter. Diese ist für Februar 2026 vorgesehen und soll der Tilgung der verbleibenden Altkredite dienen. Ursprünglich waren hierfür bis zu 660 Millionen Euro eingeplant. Nach einer intensiven Due-Diligence-Prüfung durch das Bankenkonsortium konnte jedoch festgestellt werden, dass eine geringere Summe von bis zu 500 Millionen Euro ausreicht, um die finanzielle Selbstständigkeit der FBB zu erreichen. Dies bedeutet eine Entlastung der Gesellschafterhaushalte. Der BER, der im vergangenen Jahr rund 25,5 Millionen Fluggäste verzeichnete und seit 2022 operativ Gewinn erwirtschaftet, sieht sich durch diese Maßnahmen auf einem stabilen Kurs.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung