Der Flughafen München hat seine Position als zentraler Beschäftigungs- und Wirtschaftsmotor für die Region und ganz Bayern weiter gestärkt. Einer neuen Wirtschaftsstudie der Flughafen München GmbH zufolge waren Ende 2024 fast 37.000 Mitarbeiter auf dem Flughafencampus beschäftigt. Damit hat sich der Standort nahezu vollständig von den pandemiebedingten Einbrüchen erholt und nähert sich dem bisherigen Höchststand von rund 38.000 Beschäftigten aus dem Jahr 2018.
Die aktuelle Untersuchung, die auf Daten von annähernd 470 am Airport ansässigen Unternehmen und Behörden basiert, belegt die enorme Bedeutung des Flughafens für den regionalen Arbeitsmarkt: Rund ein Viertel aller sozialversicherungspflichtigen Jobs in den Landkreisen Erding und Freising sind auf dem Airport-Campus angesiedelt. Die meisten Arbeitsplätze entfallen auf den Luftverkehr (rund 12.000) und den Flughafenbetrieb (rund 11.000). Die größten Arbeitgeber sind der Lufthansa-Konzern und der FMG-Konzern, die zusammen über 60 Prozent der gesamten Belegschaft stellen. Positiv ist auch die hohe Qualität der Beschäftigungsverhältnisse: 97 Prozent der Mitarbeiter arbeiten in unbefristeten Anstellungen, davon 72 Prozent in Vollzeit. Zudem starten rund 700 Auszubildende und dual Studierende am Airport ihre berufliche Laufbahn.
Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Münchner Airports reicht weit über die Region hinaus. Die gesamte Wertschöpfung am Flughafen, inklusive indirekter und induzierter Effekte, beläuft sich laut Studie auf eine Bruttowertschöpfung von 7,3 Milliarden Euro in Bayern. Rechnerisch gesehen steht damit rund jeder hundertste Euro, der im Freistaat Bayern erwirtschaftet wird, in direktem Zusammenhang mit dem Flughafen. Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der FMG, hob hervor, dass der Flughafen durch die vielfältigen Liefer- und Leistungsbeziehungen als Motor für Wirtschaft und Wohlstand für die Region und ganz Bayern fungiere. Die Studie geht sogar noch weiter: In ganz Deutschland hängen demnach rechnerisch 105.000 Arbeitsplätze von der durch den Flughafen München generierten Wertschöpfung ab.
Die Ergebnisse der Wirtschaftsstudie, die in Zusammenarbeit mit der econcept AG und CIMA erstellt wurde, untermauern die Notwendigkeit, die Infrastruktur des Flughafens den wachsenden operativen und wirtschaftlichen Anforderungen anzupassen. Die Erholung der Passagierzahlen in Richtung des Vorkrisenniveaus stützt die positive Entwicklung der Beschäftigungszahlen und festigt die Rolle des Airports als eines der wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze Europas.