Der Flughafen Nürnberg und der fränkische Reiseveranstalter Leitner Reisen haben ein gemeinsames Hilfsprojekt im peruanischen Amazonasgebiet abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit der Reiner Meutsch Stiftung Fly&Help wurde im Mai 2026 ein neues Schulgebäude in der ländlichen Gemeinde Isuyama nahe der Stadt Puerto Maldonado offiziell eingeweiht.
An der Eröffnungszeremonie vor Ort nahmen Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe und der Finanzvorstand von Leitner Reisen, Maximilian Klaus, teil. Finanziert wurde das Bauvorhaben durch kombinierte Unternehmensspenden der beiden Kooperationspartner sowie durch zweckgebundene Zuwendungen aus dem privaten Umfeld des Nürnberger Flughafenmanagements.
Durch das Infrastrukturprojekt mit dem Namen „Leitner x NUE School Project Peru“ entstand ein moderner Gebäudekomplex, der zusätzliche Klassenräume sowie einen integrierten Kindergarten umfasst. Der Neubau erweitert die Kapazität der ländlichen Bildungseinrichtung erheblich, sodass rund 90 weitere Kinder aus der abgelegenen Region Isuyama neu aufgenommen werden können. Insgesamt verbessert sich die Lernumgebung für künftig etwa 150 Schüler. Die bauliche Vergrößerung ermöglicht zudem eine Aufstockung des Lehrpersonals vor Ort von bislang fünf auf nunmehr acht Lehrkräfte. Im Rahmen der feierlichen Übergabe, die von traditionellen Tänzen der Dorfgemeinschaft begleitet wurde, verteilte die deutsche Delegation Sachspenden wie Fußbälle, Malbücher und Stifte an die Kinder.
Für den Reiseveranstalter Leitner Reisen mit Sitz in Allersberg stellt das peruanische Projekt bereits die sechste Schule dar, die das Unternehmen im Rahmen weltweiter Hilfsaktionen realisiert hat. Die beteiligte Reiner Meutsch Stiftung Fly&Help koordiniert seit dem Jahr 2010 den Bau von Bildungseinrichtungen in Entwicklungsländern und hat seither mehr als 1.000 Projekte in über 57 Staaten umgesetzt. Das Engagement in Peru markiert eine Ausweitung der langjährigen wirtschaftlichen Partnerschaft zwischen dem Nürnberger Flughafen und dem Reiseanbieter, die im operativen Geschäft primär bei der Abwicklung von Sonderreisen und Pauschalflugprogrammen ab Franken kooperieren.
Die Dienstreise der fränkischen Wirtschaftsdelegation nach Südamerika umfasste neben dem Einweihungsakt in der Amazonasregion auch einen fachlichen Zwischenstopp in der peruanischen Hauptstadt. Am internationalen Flughafen Lima-Callao, an dem der deutsche Flughafenbetreiber Fraport AG mehrheitlich beteiligt ist und derzeit umfangreiche Ausbauprogramme leitet, trafen die Manager zu einem strategischen Erfahrungsaustausch mit den lokalen Flughafenbetreibern zusammen. Im Fokus standen dabei operative Prozesse im Terminalmanagement sowie die Abwicklung des internationalen Transitverkehrs zwischen Europa und Südamerika.