Solaranlage auf der Einreisehalle (Foto: Salzburg Airport Presse).
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Flughafen Salzburg verstärkt Eigenstromproduktion mit zusätzlichen Solaranlagen

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Der Salzburger Flughafen W. A. Mozart hat seine Anstrengungen zur Eigenstromversorgung weiter intensiviert. Im Zuge der kontinuierlichen Modernisierung und Effizienzsteigerung wurden in den vergangenen Wochen und Monaten zwei zusätzliche Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen der Einreise- (EES) und der Waschhalle (WH1) installiert und in Betrieb genommen.

Mit diesen 564 neuen Solarmodulen, die eine Gesamtleistung von rund 245,34 Kilowattpeak (kWp) erzielen, setzt der Flughafen einen weiteren entscheidenden Schritt zur Senkung seiner Energiekosten und zur Steigerung seiner Energieautarkie, was in Zeiten volatiler Strompreise einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Strategische Expansion der Solarenergie am Flughafen Salzburg

Der Salzburger Flughafen W. A. Mozart setzt konsequent auf den Ausbau seiner internen Energieproduktion mittels Solarenergie. Nach der bereits Anfang 2024 erfolgten Erweiterung des Photovoltaik-Anlagenbestandes auf dem Parkhaus um 2.700 Module, wurde die Bestückung der Dachflächen auch im Jahr 2025 fortgesetzt. Diese fortlaufenden Investitionen in Solaranlagen sind Teil einer umfassenden Strategie des Flughafens, um seine operative Effizienz zu steigern und langfristig von externen Energieversorgern unabhängiger zu werden.

Die jüngsten Arbeiten konzentrierten sich auf die Dächer und die Fassade der EES-Einreisehalle (Entry Exit System), die für die biometrische Einreisekontrolle von Drittstaatsankünften genutzt wird, sowie auf das Dach der Waschhalle WH1. Die Installation der Solarmodule erfolgte in den letzten Wochen und Monaten durch die ausführende Firma Fiegl + Spielberger GmbH, die für die fachgerechte Montage der insgesamt 564 PV-Module verantwortlich war. Die belegte Fläche der beiden neuen Anlagen beträgt 1.128 Quadratmeter, was anschaulich der Größe von vier Tennisplätzen oder 8,5 Beachvolleyball-Feldern entspricht.

Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer betonte die strategische Bedeutung dieser Maßnahmen: „Die Nutzung der weitläufigen Dachflächen ist nicht nur ein sichtbares Leuchtturmprojekt, sondern trägt entscheidend dazu bei, Energiekosten langfristig zu senken, ein wichtiger Wettbewerbsvorteil in Zeiten volatiler Strompreise.“ Diese Aussage unterstreicht die ökonomische Motivation hinter den Investitionen: In einer Branche, die stark von Energiekosten betroffen ist, können eigene Energiequellen einen substanziellen Vorteil im Wettbewerb darstellen und die Betriebskosten stabilisieren.

Leistungsdaten und die ökonomische Relevanz der neuen Anlagen

Die beiden zusätzlichen Photovoltaikanlagen auf der EES-Einreisehalle und der Waschhalle WH1 sind darauf ausgelegt, eine Gesamtleistung von rund 245,34 Kilowattpeak (kWp) zu erzielen. Diese Leistungsfähigkeit ist ein wichtiger Indikator für die maximale Energieproduktion der Anlagen unter optimalen Bedingungen.

Der geschätzte jährliche Ertrag dieser beiden Anlagen beläuft sich auf 215.000 Kilowattstunden (kWh). Um diese Zahlen greifbar zu machen, wurden anschauliche Vergleiche herangezogen: Mit dieser Energiemenge könnten etwa 123 Wäscheladungen oder 204 Geschirrspülladungen betrieben werden. Eine noch greifbarere Analogie besagt, daß der geschätzte Ertrag ausreichen würde, um 72 Zwei-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Dies verdeutlicht die signifikante Menge an Elektrizität, die direkt auf dem Flughafengelände erzeugt wird und somit nicht extern bezogen werden muß.

Die Reduzierung des Energiebedarfs aus dem öffentlichen Netz hat mehrere Vorteile. Neben der Senkung der Betriebskosten und der Steigerung der Energieautarkie trägt sie auch zur Stabilität der Energieversorgung des Flughafens bei. In Zeiten steigender Energiepreise und der Notwendigkeit, Energiequellen zu diversifizieren, ist die Eigenproduktion eine kluge ökonomische Entscheidung. Flughafenbetreiber weltweit suchen nach Wegen, ihre Betriebskosten zu optimieren und gleichzeitig ihre Infrastruktur zu modernisieren. Die Investition in Photovoltaikanlagen ist hierfür ein bewährter Ansatz.

Die Eckdaten der beiden neuen PV-Anlagen (Gerätehalle G02 und Waschhalle WH1) im Überblick:

  • Anzahl Module: 564 Stück
  • Belegte Fläche: 1.128 m²
  • Gesamtleistung: 245,34 kWp
  • Geschätzter Ertrag: 215.000 kWh
  • Kabellänge: ca. 4,5 km
  • Arbeitsstunden für die Installation: ca. 960 h
  • Ausführende Firma: Fiegl + Spielberger GmbH

Der Weg zur Energieautarkie und Ressourcenschonung

Mit der Inbetriebnahme dieser zusätzlichen Photovoltaikanlagen ist für den Salzburger Flughafen ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zur langfristigen Energieautarkie erreicht. Die sukzessive Erweiterung der PV-Flächen zeigt einen klaren strategischen Fokus auf die Eigenversorgung und die Nutzung vorhandener Ressourcen. Die Nutzung weitläufiger Dachflächen für die Energiegewinnung ist dabei eine besonders effiziente Methode, da sie keine zusätzliche Landfläche beansprucht und die bestehende Infrastruktur multifunktional nutzt.

Der Salzburger Flughafen ist, wie viele andere Infrastrukturunternehmen, bestrebt, seine operativen Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Die Investition in erneuerbare Energien ist dabei ein wichtiger Baustein. Durch die kontinuierliche Steigerung des Eigenbedarfs an selbsterzeugtem Strom kann der Flughafen seine Abhängigkeit von schwankenden Marktpreisen reduzieren und seine langfristige Kostenstruktur stabilisieren. Dies ist ein entscheidender Vorteil in einer Branche, die ohnehin hohen Fixkosten und externen Einflüssen ausgesetzt ist.

Die Bemühungen des Salzburger Flughafens zur Energieautarkie und Ressourcenschonung sind bemerkenswert und spiegeln einen breiteren Trend in der Luftfahrtindustrie wider. Viele Flughäfen weltweit investieren in erneuerbare Energien und moderne Technologien, um ihre Betriebsabläufe zu optimieren und langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dies umfaßt nicht nur Solaranlagen, sondern auch die Modernisierung von Beleuchtungssystemen, Heiz- und Kühlanlagen sowie die Implementierung von intelligenten Energiemanagementsystemen.

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