Ein Passagierflugzeug ist am Sonntag bei der Landung am Flughafen in Krakau, Polen, von der Start- und Landebahn gerutscht. Die Maschine des Typs Boeing 737-800, die im Auftrag der polnischen Fluggesellschaft Enter Air von Antalya in der Türkei kam, kam auf einer angrenzenden Grünfläche zum Stehen. An Bord befanden sich etwa 190 Personen, die allesamt sicher evakuiert wurden. Verletzte gab es nicht.
Der Vorfall ereignete sich während starken Regenfällen, die die Bodenhaftung der Maschine beeinflusst haben könnten. In solchen Fällen besteht die Gefahr des Aquaplanings, das zu einem Verlust der Bremswirkung führen kann. Als Folge des Zwischenfalls wurde der Flugbetrieb am Flughafen in Krakau für rund zwei Stunden ausgesetzt, was zur Umleitung mehrerer anfliegender Flüge nach Katowice führte.
Die polnischen Behörden haben unverzüglich eine Untersuchung zur Klärung der genauen Ursache eingeleitet. Der betroffene Flug wurde im Rahmen einer sogenannten Wet-Lease-Vereinbarung von der slowakischen Fluggesellschaft Air Explore im Auftrag der polnischen Enter Air durchgeführt. Die Bergung des Flugzeuges von der Grünfläche und die Instandsetzung der betroffenen Flächen sind nun die nächsten Schritte.