Die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens, die Fraport AG, hat für den Monat Mai des laufenden Kalenderjahres 2026 eine überwiegend positive Bilanz im weltweiten Passagierverkehr vorgelegt. Begünstigt durch eine vorteilhafte Konstellation von gesetzlichen Feiertagen und den damit verbundenen Schulferien in zahlreichen deutschen Bundesländern nutzten rund 5,7 Millionen Reisende das zentrale Drehkreuz im Bundesland Hessen.
Dies entspricht einem Zuwachs von 2,7 Prozent im direkten Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während im europäischen Kurz- und Mittelstreckenverkehr insbesondere Destinationen im südeuropäischen Raum eine spürbare Belebung erfuhren, zeigten sich auf den interkontinentalen Routen vor allem die Verbindungen nach Fernost, Afrika und Lateinamerika als maßgebliche Wachstumstreiber. Im Gegensatz zur expandierenden Passagiersparte verzeichneten die operativen Kennzahlen im Bereich der Luftfracht sowie bei den absoluten Flugbewegungen am Frankfurter Heimatstandort jedoch einen leichten Rückgang. Auf internationaler Ebene präsentierte sich das ausländische Beteiligungsportfolio des Fraport-Konzerns weitgehend robust. Mit Ausnahme des Standorts Antalya an der Türkischen Riviera verbuchten fast alle aktiv betriebenen internationalen Stationen in Europa und Südamerika signifikante Zuwächse, was zu einem konzernweiten Anstieg des Passagieraufkommens auf insgesamt 17,1 Millionen Fluggäste im Berichtsmonat führte.
Strukturelle Verschiebungen im Frankfurter Flugplan und die Entwicklung der operativen Kennzahlen
Das Passagierwachstum am Frankfurter Flughafen resultiert im Mai vor allem aus einer starken Nachfrage im touristischen Segment sowie im klassischen Besuchsverkehr. Die Verteilung der Feiertage wie Christi Himmelfahrt und Pfingsten stimulierte die Reisetätigkeit im Nah- und Fernbereich erheblich. Innerhalb Europas konzentrierte sich der Zuwachs vor allem auf die klassischen Urlaubsregionen rund um das Mittelmeer. Auf der Langstrecke profitierte der Standort Frankfurt von der kontinuierlichen Erholung und dem Ausbau der Flugkapazitäten nach Asien, insbesondere in Richtung der wirtschaftlichen Zentren in Ostasien, sowie von einer stabilen Nachfrage auf den Routen in den afrikanischen Kontinent und nach Südamerika.
Ein konträres Bild lieferten im selben Zeitraum die rein logistischen und flugbetrieblichen Daten in Frankfurt. Das gesamte Frachtaufkommen, welches sowohl die reine Luftfracht als auch die Luftpost umfasst, sank im Berichtsmonat um 1,3 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 176.725 Tonnen. Branchenanalysten führen diese Abschwächung auf eine temporäre Konsolidierung im globalen Warenhandel und veränderte Lieferkettenstrukturen im interkontinentalen Frachtverkehr zurück. Parallel dazu ging die Anzahl der Starts und Landungen um 2,1 Prozent auf 41.377 Flugbewegungen zurück. Dieser Rückgang bei den Flugbewegungen trotz steigender Passagierzahlen verdeutlicht den Trend zu einer effizienteren Auslastung der eingesetzten Maschinen sowie zum verstärkten Einsatz von größeren Flugzeugtypen. Das maximale Startgewicht, eine wichtige Kennzahl für die Gebührenabrechnung des Flughafens, sank korrespondierend um 1,9 Prozent auf rund 2,5 Millionen Tonnen im Vergleich zum Mai 2025.
Signifikantes Wachstum an den europäischen und südamerikanischen Konzernstandorten
Außerhalb des deutschen Heimatmarktes entwickelte sich das operative Geschäft an den internationalen Beteiligungsflughäfen der Fraport AG im Mai weitgehend dynamisch. Ein besonders deutliches Plus im Passagiersegment verzeichnete der slowenische Hauptstadtflughafen in Ljubljana. Dort stieg das Fluggastaufkommen um 11,2 Prozent auf insgesamt 168.820 Passagiere, was auf eine erfolgreiche Ausweitung des Liniennetzes durch europäische Fluggesellschaften hinweist. Ähnlich positiv verlief die Entwicklung an den bulgarischen Küstenflughäfen Burgas und Warna, die gemeinsam 252.375 Passagiere begrüßten und damit ein Wachstum von 13,3 Prozent generierten.
Auch auf dem amerikanischen Kontinent setzten die Fraport-Stationen ihren Wachstumskurs fort. Die beiden brasilianischen Flughäfen in Fortaleza und Porto Alegre verzeichneten im Berichtsmonat einen kumulierten Anstieg von 5,7 Prozent, was einem absoluten Volumen von 1,2 Millionen Passagieren entspricht. Am peruanischen Drehkreuz in Lima stieg die Zahl der Reisenden um 1,3 Prozent auf rund 2,2 Millionen Fluggäste. Als wesentliche Stütze des internationalen Portfolios erwiesen sich erneut die 14 griechischen Regionalflughäfen, zu denen unter anderem die Stationen auf Kreta, Rhodos und Thessaloniki gehören. Diese zählten im Mai insgesamt 4,0 Millionen Passagiere, was einer Steigerung von 6,0 Prozent entspricht und den anhaltenden Trend zu Reisen in die hellenische Region bestätigt.
Rückgang an der Türkischen Riviera und konsolidiertes Konzernergebnis
Einen spürbaren Dämpfer im internationalen Geschäft musste der Konzern hingegen an der Türkischen Riviera hinnehmen. Der Flughafen Antalya, der traditionell zu den volumenstärksten Ferienflughäfen im Fraport-Netzwerk zählt, verzeichnete im Mai einen Rückgang des Passagieraufkommens um 5,0 Prozent auf 3,7 Millionen Fluggäste. Marktbeobachter führen diese Entwicklung auf temporäre Kapazitätsverschiebungen im Charterverkehr sowie auf eine verstärkte Konkurrenz durch andere südeuropäische Destinationen im Mai zurück, die von den veränderten Buchungspräferenzen der westeuropäischen Urlauber profitierten.
Trotz des Rückgangs in der Türkei zog das Gesamtergebnis über alle aktiv betriebenen Flughäfen der Fraport-Gruppe hinweg positiv an. Im konsolidierten Vergleich stieg die Gesamtzahl der Passagiere im Mai um 1,9 Prozent auf rund 17,1 Millionen Reisende. Das ausgewogene Portfolio, das sich über verschiedene geografische Regionen und Marktsegmente erstreckt, ermöglichte es dem Frankfurter Flughafenbetreiber, lokale Rückgänge durch Zuwächse in anderen Regionen zu kompensieren und die wirtschaftliche Basis des Gesamtkonzerns im globalen Luftverkehrsmarkt stabil zu halten.