Freie Einreise für Briten: EU-Kommission sauer auf Spanien

Flagge Spaniens (Foto: Pixabay).
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Freie Einreise für Briten: EU-Kommission sauer auf Spanien

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Die spanische Regierung lässt ab Montag auch aus Nicht-EU-Ländern ohne Test- oder Impfnachweis einreisen, wenn der jeweilige Staat nicht auf der Risikoliste geführt ist. Das betrifft in Europa hauptsächlich das Vereinigte Königreich. Der EU-Kommission passt dies so ganz und gar nicht in den Kram.

Es war das Leitungsorgan der Europäischen Union, das forderte, dass unabhängig von der Herkunft mit Test-, Impf- oder Genesungsnachweis die Einreise ermöglicht werden soll. Die tatsächliche Umsetzung obliegt aber den einzelnen EU-Mitgliedern. Spanien ging über die Forderungen der EU-Kommission hinaus und verlangt bei der Herkunft aus Drittstaaten, die als sicher eingestuft sind, überhaupt keine „Corona-Unterlagen“ mehr.

Der Umstand, dass ausgerechnet das aus der EU ausgetretene Vereinigte Königreich nun gegenüber den meisten EU-Staaten bessergestellt ist, zieht den Zorn Brüssels auf sich. Mehr als sich verbal darüber beschweren kann die EU-Kommission nicht machen, denn die Einreisebestimmungen sind nationale Angelegenheiten der Nationalstaaten. Spanien hat sich dafür entschieden, dass Personen, die aus UK kommend einreisen, keinerlei Nachweise mehr brauchen und selbstredend auch keine Quarantäne anzutreten haben.

UK setzte Portugal auf die rote Liste

Hintergrund dürfte sein, dass Spanien möglichst viele Touristen ins Land holen will. Derzeit ist man seitens UK grün eingestuft. Wie schnell eine solche Umstufung gehen kann, zeigt ein Blick nach Portugal. Die Regierung des Vereinigten Königreichs strich Spaniens Nachbarn von der grünen Liste, was Quarantäne zur Folge hat. Zahlreiche Airlines haben Sonderflüge aufgelegt, um die Briten noch vor Inkrafttreten der Umstufung nach Hause bringen zu können.

Malta, das in der Vergangenheit ebenfalls sehr stark von Touristen aus dem Vereinigten Königreich frequentiert wurde, ist seitens UK weiterhin rot eingestuft. Darüber hegt sich auf der Mittelmeerinsel zunehmende Wut, denn das Vereinigte Königreich ist traditionell der wichtigste Quellmarkt. Derzeit hagelt es Stornos, denn die Touristen müssten bei ihrer Rückkunft in UK in Quarantäne gehen. Im Sommer des Vorjahres wurde Malta kurzfristig auf die rote Liste gesetzt und in der weiteren Folge blieben die Briten nahezu vollständig aus.

Österreich will derzeit vom Vereinigten Königreich im übertragenen Sinne nichts wissen. Unter dem Deckmantel der „Indien-Mutation“ sprach das von Wolfgang Mückstein (Grüne) geleitete Gesundheitsministerium erneut ein Landeverbot aus. Dieses hat zur Folge, dass Nonstopflüge, die in UK gestartet sind, nicht in der Alpenrepublik landen dürfen. Umsteiger sind nicht erfasst.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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