Der weltweit tätige Airline-Caterer Gategroup hat für das Geschäftsjahr 2025 einen signifikanten Anstieg seiner Kennzahlen bekannt gegeben. Der Umsatz kletterte auf 5,61 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch 5,47 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden.
Besonders positiv entwickelte sich das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), das von 410 Millionen auf 467 Millionen Euro anstieg. Damit verbesserte das Unternehmen seine EBITDA-Marge von 7,5 auf 8,3 Prozent. Im Zuge dieses Jahresabschlusses vollzog der Konzern zudem eine strategische Umstellung seiner Bilanzierung und wechselte die Berichtswährung von Schweizer Franken auf Euro, um der internationalen Geschäftsstruktur und der Relevanz des europäischen Marktes besser Rechnung zu tragen.
Zusätzlich zur Umsatzsteigerung gelang Gategroup eine spürbare Entlastung auf der Passivseite der Bilanz. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA konnte von 3,74 auf 3,25 gesenkt werden, was die Kreditwürdigkeit des Unternehmens stärkt. In diesem Zusammenhang schloss der Caterer den Rückkauf von Anleihen im Volumen von rund 99 Millionen Euro ab. Diese stammten aus einer bis Februar 2027 laufenden Anleihe über ursprünglich 350 Millionen Schweizer Franken. Trotz der Schuldentilgung forcierte Gategroup seine Investitionstätigkeit: Die Bruttoinvestitionen wurden von 72 Millionen auf 88 Millionen Euro hochgefahren, um die Produktionskapazitäten und die technologische Ausstattung der weltweiten Standorte zu modernisieren.
Die Veröffentlichung der Finanzdaten ist eng mit der Vorstellung der neuen Unternehmensstrategie „Ignite 2030“ verknüpft. Diese zielt darauf ab, die Marktführerschaft im Bereich des Airline-Catering und der Bordverpflegung durch Effizienzsteigerungen und den Ausbau des Dienstleistungsportfolios weiter zu festigen. Branchenanalysten sehen in den vorliegenden Zahlen eine erfolgreiche Konsolidierung nach den schwierigen Jahren der Pandemie. Gategroup profitiert dabei massiv von der weltweiten Erholung des Langstreckenverkehrs, der traditionell höhere Anforderungen an das Catering stellt als Kurzstreckenverbindungen. Durch die Optimierung der Lieferketten und eine konsequente Kostenkontrolle konnte das Unternehmen seine Profitabilität überproportional zum Umsatzwachstum steigern. Hintergrund der positiven Entwicklung ist zudem die erfolgreiche Integration neuer Großaufträge und die Ausweitung der Geschäftsbeziehungen zu führenden Netzwerk-Carriern im asiatischen und nordamerikanischen Raum. Gategroup, das sich im Besitz von Temasek und der RRJ Capital befindet, setzt verstärkt auf automatisierte Prozesse in seinen Großküchen, um dem steigenden Kostendruck in der Logistikbranche entgegenzuwirken. Die strategische Neuausrichtung bis zum Jahr 2030 sieht vor, das Kerngeschäft um zusätzliche Retail-on-Board-Lösungen zu erweitern, um die Einnahmequellen pro Passagier weiter zu diversifizieren und die Abhängigkeit von reinen Catering-Verträgen zu verringern.