Reisender (Foto: Unsplash/Mantas Hesthaven).
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Gepäckverlust im Flugverkehr: Ein wachsendes Problem auf globaler Ebene

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Der Verlust oder die verspätete Ankunft von Gepäck ist ein Problem, das weltweit Millionen von Flugreisenden betrifft. Laut des aktuellen Gepäck-Reports des Travel-Tech-Unternehmens AirHelp, basierend auf Daten des IT-Unternehmens SITA und einer Plattform für Gepäckverlust, erreichten die Zahlen im Jahr 2023 einen neuen Höchststand: 6,92 Gepäckstücke pro 1.000 Passagiere wurden verloren, beschädigt oder verspätet ausgeliefert. Diese Statistik verdeutlicht eine leicht steigende Tendenz im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen ist Europa, wo die Zahlen deutlich höher ausfallen als in Nordamerika oder Asien.

Mit 10,6 Millionen gemeldeten Fällen im Jahr 2023 führt Europa die Statistik der Gepäckverluste an – und das mit erheblichem Abstand. Während Nordamerika im selben Jahr 5,8 Millionen Fälle verzeichnete und Asien mit lediglich 3,0 Millionen Gepäckverlusten das Schlusslicht bildet, scheint der europäische Kontinent den Herausforderungen des Gepäckmanagements nicht gewachsen zu sein. Dies wird auch im historischen Vergleich deutlich: Bereits vor der Pandemie waren die Zahlen in Europa die höchsten weltweit, jedoch lagen sie damals mit 7,21 Millionen Gepäckverlusten deutlich unter den aktuellen Werten.

Hauptursachen: Fehler bei Transfers und mehr

Die Gründe für den Gepäckverlust sind vielfältig. An erster Stelle steht mit 46 Prozent die falsche Umladung bei Transferflügen. Insbesondere komplexe Verbindungen mit knappen Zeitfenstern bergen ein erhöhtes Risiko für Fehler. Ein weiterer wesentlicher Faktor sind nicht verladenes Gepäck, das für 16 Prozent der verspäteten Koffer verantwortlich ist, sowie Probleme im Zusammenhang mit Ticketing und Sicherheitskontrollen (14 Prozent). Auch der Flughafenbetrieb, Zollbestimmungen, Wetterbedingungen sowie Platz- und Gewichtsprobleme tragen zu den Schwierigkeiten bei.

Frankfurt: Deutschlands „Hotspot“ für Gepäckverluste

In Deutschland fällt der Flughafen Frankfurt besonders negativ auf. Mit einer Gepäckverlustquote von 0,6 Prozent gehört er zu den zehn schlechtesten Flughäfen weltweit, was die Wahrscheinlichkeit des Gepäckverlusts betrifft. Auf internationaler Ebene wird diese Liste vom Flughafen Juárez in Mexiko-City angeführt, wo 2,1 Prozent aller Gepäckstücke verloren gehen. Ebenfalls weit oben rangieren die Londoner Flughäfen City und Gatwick sowie indische Flughäfen wie Mumbai und Delhi.

Welche Fluggesellschaften schneiden schlecht ab?

Auch bei den Fluggesellschaften gibt es deutliche Unterschiede. Aerolineas Argentinas führt mit einer Gepäckverlustquote von 11,45 Prozent die Liste der Airlines mit den schlechtesten Werten an. Iberia, British Airways, Air India und Aer Lingus folgen auf den weiteren Plätzen. Deutsche Airlines stehen im internationalen Vergleich besser da: Lufthansa, mit einer Quote von 0,8 Prozent, belegt Platz 17. Doch auch hier bedeutet dies, daß bei jeder 126. Reise ein Gepäckstück verloren gehen könnte.

Ein wachsendes Problem mit globalen Auswirkungen

Die steigenden Zahlen zeigen, daß Gepäckverlust nicht länger ein Randproblem ist, sondern die gesamte Luftfahrtindustrie betrifft. Besonders alarmierend ist, daß die Werte seit der Pandemie kontinuierlich gestiegen sind. Wachsende Passagierzahlen und der Druck, den Flugbetrieb effizient zu gestalten, scheinen hierbei eine wesentliche Rolle zu spielen.

Passagiere sollten sich dieser Problematik bewußt sein und entsprechende Vorkehrungen treffen, etwa durch das Verwenden von GPS-Trackern für Gepäckstücke oder das Packen wichtiger Gegenstände im Handgepäck. Zudem haben Reisende bei Gepäckverlust klare Rechte, die sie gegenüber Fluggesellschaften geltend machen können.

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