Playa de Palma (Foto: Jan Gruber).
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Geplante Zugangsbeschränkungen an der Caló des Moro auf Mallorca

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Die Bucht Caló des Moro im Südosten Mallorcas steht vor einer möglichen drastischen Veränderung der Besucherführung. Die deutsche Eigentümerfamilie Oehm, auf deren privatem Grundbesitz der einzige Zugangsweg zu dem populären Küstenabschnitt liegt, hat bei den spanischen Behörden einen offiziellen Antrag zur Errichtung von Schutzzäunen und einer geregelten Zutrittskontrolle eingereicht.

Seit über zwei Jahrzehnten befindet sich das umliegende Areal in Familienbesitz. Angesichts von bis zu 5.000 Besuchern täglich, die sich in der Hochsaison auf dem lediglich 600 Quadratmeter großen Sandstreifen drängen, sehen die Eigentümer die Sicherheit und Integrität ihres Anwesens massiv gefährdet.

Die Situation an der Caló des Moro gilt als einer der extremsten Fälle von Übertourismus auf den Balearen. Laut Berichten lokaler Medien wie der Mallorca Zeitung und der Küstenbehörde besuchen pro Saison fast eine Million Menschen die Bucht. Da der Strand rechtlich öffentlich ist, der Zugang jedoch über privates Territorium in der Gemeinde Santanyí führt, ist ein juristischer Konflikt entstanden. Die Eigentümer berichten von erheblichen Belastungen durch Abfälle, Sachbeschädigungen und unbefugtes Betreten ihres Wohnhauses. Bisherige Versuche der Gemeinde, den Ansturm durch den Bau eines großen Parkplatzes zu bewältigen, führten laut Kritikern eher zu einer weiteren Verschärfung der Lage, statt die Besucherströme effektiv zu kanalisieren.

Der juristische Kern des Falls liegt in der Zuständigkeitsteilung zwischen der Gemeinde Santanyí, der Inselverwaltung in Palma und der Zentralregierung in Madrid. Während die lokale Politik auf die Küstenbehörde in Madrid verweist, fordern die Anwälte der Familie eine Anerkennung ihres Rechts auf Schutz des Privateigentums. Geplant ist kein generelles Verbot des Strandbesuchs, sondern eine kontrollierte Führung der Massen, um den unkontrollierten Wildwuchs an Trampelpfaden und die damit verbundene Erosion des Geländes zu stoppen. Experten erwarten, dass das Ergebnis dieses Verfahrens Signalwirkung für andere private Küstengrundstücke in Spanien haben könnte, die ebenfalls unter dem Druck des Massentourismus stehen.

Inzwischen wurde ein notarielles Gutachten erstellt, das die Schäden am Gelände detailliert dokumentiert. Die Familie betont, dass die aktuelle Situation ohne staatliche Unterstützung nicht mehr tragbar sei. Die zuständige Kanzlei prüft derzeit die rechtlichen Möglichkeiten zur Durchsetzung einer Umzäunung, die den öffentlichen Zugangsweg klar definiert und den Rest des Grundstücks absperrt. Da die Caló des Moro in sozialen Netzwerken als eines der meistfotografierten Motive Mallorcas gilt, bleibt der Druck durch Tagestouristen ungebrochen hoch, was eine zeitnahe Entscheidung der Behörden dringlich macht.

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