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Golf-Kooperationsrat beschließt Gründung einer gemeinsamen Zivilluftfahrtbehörde

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Die Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrates (GCC) haben die Einrichtung einer gemeinsamen Zivilluftfahrtbehörde beschlossen. Dies teilte der GCC offiziell mit. Die neue, übergeordnete Institution soll in den Vereinigten Arabischen Emiraten angesiedelt werden und die Koordination und Regulierung des Luftverkehrs zwischen den sechs GCC-Mitgliedern Bahrain, Kuwait, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Oman verbessern. Dieser Schritt signalisiert eine Vertiefung der regionalen Integration im Luftfahrtsektor, einem zentralen Wirtschaftszweig der Golfregion.

Die genauen Zuständigkeiten und die organisatorische Struktur der neuen Behörde sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar. Es ist noch offen, ob die pan-regionale Institution die bereits existierenden nationalen Zivilluftfahrtbehörden der einzelnen Mitgliedsstaaten vollständig ersetzen oder lediglich ergänzend und koordinierend neben ihnen tätig sein wird. In der Vergangenheit wurden ähnliche regionale Gremien oft mit der Harmonisierung von Standards und der gemeinsamen Vertretung nach außen beauftragt, während die nationalen Behörden weiterhin für die unmittelbare operative Aufsicht zuständig blieben. Unabhängig von der genauen Ausgestaltung stellt der Beschluss einen wichtigen Meilenstein in den Bemühungen des GCC dar, gemeinsame Standards zu etablieren und die Effizienz des regionalen Luftverkehrsraums zu steigern.

Die Luftfahrtindustrie in den GCC-Ländern, die Heimat einiger der größten und am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften der Welt ist, spielt eine entscheidende Rolle für die lokale Wirtschaft und die globale Konnektivität. Durch die Schaffung einer gemeinsamen Behörde könnten Prozesse wie die Lizenzierung, die Flugsicherheit und die Regulierung des Luftraums vereinheitlicht werden. Dies würde potenziell Synergien freisetzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region im internationalen Luftverkehr weiter stärken. Experten sehen in der Maßnahme das Potenzial, die Luftfahrtpolitik der Golfstaaten zu bündeln und somit gegenüber internationalen Organisationen und Verhandlungspartnern geschlossener aufzutreten.

Die Entscheidung ist Ausdruck des fortlaufenden Strebens der GCC-Staaten nach stärkerer wirtschaftlicher und regulatorischer Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen. Die Einrichtung der Behörde in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die mit dem Flughafen Dubai International (DXB) einen der größten und wichtigsten Luftverkehrsknotenpunkte der Welt beherbergen, unterstreicht die zentrale Rolle des Landes im regionalen Luftfahrtgeschehen. Die kommenden Monate werden zeigen, welche konkreten Befugnisse die neue Zivilluftfahrtbehörde erhalten wird und in welchem Umfang sie die Souveränität der nationalen Institutionen beeinflusst.

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