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Großraumflugzeug der Turkish Airlines beschädigt Bodenradar in Antalya

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Ein Zwischenfall beim Rangieren hat am stark frequentierten Flughafen Antalya zu erheblichem Sachschaden an einer Maschine der Turkish Airlines sowie an der Flughafeninfrastruktur geführt.

Nach der planmäßigen Landung von Flug TK2430, einer Inlandsverbindung aus der Metropole Istanbul, kollidierte ein Passagierflugzeug des Typs Boeing 777-300ER mit einer stationären Bodenanlage. Die betroffene Maschine mit der Luftfahrzeugregistrierung TC-LKD befand sich auf dem Weg zu ihrer zugewiesenen Parkposition, als die rechte Tragfläche einen Mast der örtlichen Bodenradaranlage erfasste.

Der Aufprall war so heftig, dass der Antennenmast einknickte, umstürzte und nachfolgend auch Teile des hinteren Rumpfes der Passagiermaschine traf. Ersten technischen Berichten zufolge entstanden erhebliche Schäden an der Struktur des rechten Flügels sowie erhebliche Deformationen an der Außenhaut des Heckbereichs. Zudem drangen Trümmerteile im Deckenbereich in die Passagierkabine ein, wodurch Gepäckfächer und Sauerstoffmasken-Module zerstört wurden. An Bord der vollbesetzten Maschine befanden sich zum Unfallzeitpunkt 267 Passagiere und die Besatzung. Das Flugzeug konnte evakuiert werden; eine Person erlitt leichte Verletzungen, die übrigen Insassen blieben unversehrt.

Die türkische Luftfahrtbehörde und die Betreibergesellschaft des Flughafens leiteten umgehend eine offizielle Untersuchung zur Unfallursache ein. Im Fokus der Ermittler steht der genaue Routenverlauf auf dem Vorfeld (Apron 1). Erste Auswertungen von Satellitendaten und Flugaufzeichnungen deuten darauf hin, dass das Großraumflugzeug nach dem Verlassen der Landebahn auf einen Rollweg eingewiesen wurde oder fälschlicherweise dorthin abgebogen ist, der für Maschinen mit der Spannweite einer Boeing 777 nicht freigegeben war. Es wird geprüft, ob ein Fehlverhalten der Cockpitbesatzung oder eine fehlerhafte Anweisung der Vorfeldkontrolle zu dem Manöver in der ungeeigneten Spur führte.

Das betroffene, 17 Jahre alte Flugzeug war erst im März 2026 nach einem fast dreijährigen Leasing-Einsatz für die indische Fluggesellschaft IndiGo in die aktive Flotte von Turkish Airlines zurückgekehrt und trug zum Unfallzeitpunkt noch Teile der fremden Firmenlackierung. Die Schadensanalyse an der Tragfläche gestaltet sich komplex, da strukturelle Bauteile wie die Flügelholme auf Materialermüdung und Haarrisse untersucht werden müssen. Der Vorfall führte temporär zu Verzögerungen im Abfertigungsbetrieb auf dem betroffenen Vorfeldabschnitt, da das beschädigte Flugzeug für die Unfallaufnahme zunächst blockiert blieb, bevor es zur technischen Inspektion in einen Hangar geschleppt werden konnte.

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