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Hamburg: Containerterminal Tollerort verdoppelt Lagerfläche für Airbus-Bauteile

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Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat die Infrastruktur auf dem Containerterminal Tollerort (CTT) für die Luftfahrtindustrie deutlich erweitert. Wie das Logistikunternehmen mitteilte, wurde die dedizierte Lagerfläche für die Zwischenlandung von großformatigen Airbus-Flugzeugsegmenten verdoppelt.

Durch diese Ausbaumaßnahme verfügt das Terminal ab sofort über Kapazitäten zur gleichzeitigen Bereitstellung von 20 vormontierten Rumpf- und Flügelkomponenten. Der Logistikdienstleister reagiert damit direkt auf die deutlich gestiegene weltweite Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen und die damit verbundene Erhöhung der Taktzahlen in den Produktionsstätten des europäischen Flugzeugbauers.

Die logistische Kooperation zwischen der HHLA und Airbus am Terminal Tollerort besteht bereits seit dem Jahr 2008. Die im nahegelegenen Airbus-Werk Hamburg-Finkenwerder gefertigten und vormontierten Flugzeugsektionen werden per Binnenschiff oder Spezialtransport über die Elbe zum Terminal transportiert und dort bis zur Verschiffung zwischengelagert. Der Standort Tollerort verfügt über die notwendigen Spezialkräne und Schwerlastflächen, um die sensiblen und sperrigen Bauteile sicher zu handhaben. Die Verdoppelung der Stellplätze sichert der Luftfahrtindustrie dringend benötigte Pufferkapazitäten in der globalen Lieferkette, um Produktionsverzögerungen im internationalen Verbund abzufedern.

Der Weitertransport der Hamburger Flugzeugsegmente erfolgt im Rahmen eines etablierten interkontinentalen Logistiknetzes auf dem Seeweg nach Asien. Die chinesische Staatsreederei Cosco Shipping, die seit geraumer Zeit auch als strategischer Minderheitsaktionär am Containerterminal Tollerort beteiligt ist, übernimmt den Linientransport der Komponenten. Das Ziel der Frachtschiffe ist die nordchinesische Hafenmetropole Tianjin. Dort betreibt Airbus ein wichtiges ausländisches Endmontagewerk für die Flugzeugfamilien A320 und A321, um den stark expandierenden asiatischen Luftverkehrsmarkt direkt vor Ort zu bedienen.

Der Ausbau am Terminal unterstreicht die wachsende Bedeutung des Hamburger Hafens als multifunktionaler Industriehub, der über den reinen Standard-Containerumschlag hinaus hochspezialisierte Projektlogistik anbietet. Die enge Verzahnung von Luftfahrtproduktion, Hafenbetrieb und globaler Linienschifffahrt sichert dem Standort Hamburg wichtige Marktanteile im Spezialgütersegment. Durch die Optimierung der Lagerprozesse auf dem CTT-Areal wird eine nahtlose Logistikkette zwischen den europäischen Fertigungsstätten und den asiatischen Montagelinien auch bei höheren Volumina gewährleistet.

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