Helvetic: Bazl nimmt Häufung von “Rutschen-Schüssen” unter die Lupe

Embraer 190 (Foto: Robert Spohr).
Embraer 190 (Foto: Robert Spohr).

Helvetic: Bazl nimmt Häufung von “Rutschen-Schüssen” unter die Lupe

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Fast jedes Verkehrsflugzeug ist mit so genannten Notrutschen ausgerüstet. Fehlerhafte Bedienung kann nicht nur für die Airline teuer werden, sondern auch ein Untersuchungsverfahren durch die Aufsichtsbehörde verursachen. Ein solches hat Helvetic Airways am Hals.

Laut einem Bericht der „Sonntags Zeitung“ wird der Regionalfluggesellschaft vorgeworfen, dass in zumindest drei Fällen das Kabinenpersonal nach der Landung vergessen habe die Slides zu deaktivieren. Es handelt sich um sicherheitsrelevante Vorfälle, die zwar keine Gefahr darstellen, jedoch für die Airline finanziell kostspielig sind.

Unter Flugbegleitern nennt man solche Missgeschicke auch „Rutschen schießen“, denn werden die Türen nicht „entschärft“ lösen die Slides automatisch aus. Das soll auch so sein, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde und es ist schlichtweg nicht vorhersehbar, ob bei einem Unfall ein Passagier oder ein Besatzungsmitglied der Erste am Notausgang ist.

Wenn aber kein Notfall ist, sondern die Fluggäste ganz normal aussteigen sollen, ist es ärgerlich, wenn eine solche Rutsche herausschießt. Das kostet die Fluggesellschaft viel Geld, denn Techniker müssen das Notsystem wieder in Stand setzen und solange muss das Flugzeug am Boden bleiben. Die „Sonntags Zeitung“ behauptet, dass das versehentliche „Rutschen schießen“ auch auf übermüdete Flugbegleiter zurückzuführen sein soll.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat eine offizielle Untersuchung der jüngsten Vorfälle eingeleitet. Es handle sich um sicherheitsrelevante Vorfälle, aber eine Gefahr für die Passagiere bestand nicht. Vorstellbar ist, dass das Bazl der Fluggesellschaft Helvetic Airways Nachschulungen ihrer Flugbegleiter auferlegen könnte oder bestimmte Vorgänge verändert werden müssen, so dass die Rutschen nicht versehentlich ausgelöst werden.

Ein Sprecher des betroffenen Carriers erklärte gegenüber dem Medium, dass es insgesamt zu drei „Rutschen-Schüssen“ gekommen ist. „In keinem der Fälle war Übermüdung der Grund, sondern Ablenkung durch drängelnde Passagiere (zweimal) und ein Missgeschick aufgrund fehlender Routine nach den Ferien (einmal)“, so Helvetic Airways.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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