Die im Jemen agierende Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben einen erneuten Raketenangriff auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad durchgeführt. Militärsprecher Jahja Sari erklärte, dass eine Rakete das Zielgelände direkt getroffen habe.
Zugleich sprach die Gruppe eine Warnung an internationale Fluggesellschaften, Passagiere und das Luftfahrtpersonal aus, den saudischen Luftraum zu meiden, da dieser nicht vor weiteren Militäraktionen geschützt sei. Eine offizielle Bestätigung der Angaben oder Berichte über Schäden und Opfer lagen seitens der saudischen Behörden zunächst nicht vor.
Die saudische Zivilschutzbehörde gab für Riad sowie angrenzende Provinzen Warnungen vor möglichen Gefahrenlagen durch grenzüberschreitenden Beschuss heraus. Die Angriffe der Miliz richten sich seit mehreren Wochen systematisch gegen kritische Verkehrsinfrastrukturen sowie Energieanlagen im Königreich Saudi-Arabien. Neben Verkehrsflughäfen gerieten wiederholt Einrichtungen der Erdölförderung ins Visier der Angriffe, was in der Vergangenheit bereits zu Sachschäden und Opfern unter der Zivilbevölkerung führte. Die Auseinandersetzungen beeinträchtigen den zivilen Luftverkehr in der gesamten Region der Arabischen Halbinsel.
Parallel zu den grenzüberschreitenden Angriffen dauern die militärischen Bodenoperationen im Jemen unvermindert an. Schwere Gefechte werden insbesondere aus dem Raum der Stadt Tais gemeldet, wo die Einheiten der Huthi-Miliz gegen die Streitkräfte der international anerkannten jemenitischen Regierung und die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition stehen. Zudem wurden Zielgebiete in der südlichen Hafenstadt Aden attackiert, die als vorläufiger Sitz der jemenitischen Regierungsbehörden dient.