Nach langem Warten und Spekulationen ist es nun offiziell: Iberia wird der Erstkunde für den Airbus A321XLR, der als längster Schmalrumpfflugzeug der Welt gilt. Während viele Details noch nicht öffentlich bekannt gegeben wurden, wie etwa der genaue Zeitpunkt des ersten Langstreckenflugs, sind nun konkrete Schritte in Bewegung. Die ersten Tickets für Langstreckenflüge mit dem A321XLR von Iberia sind bereits im Verkauf.
Gemäß Informationen von One Mile at a Time wird Iberia den Airbus A321XLR ab dem 14. November 2024 zwischen dem Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas (MAD) und dem Boston Logan International Airport (BOS) einsetzen. Ab dem 15. Januar 2025 ist dann die Route zwischen MAD und dem Washington Dulles International Airport (IAD) geplant. Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Schritt für Iberia, da sie die Effizienz und Reichweite dieses modernen Flugzeugtyps demonstrieren kann.
Die Entscheidung, den A321XLR zunächst auf Mittelstrecken einzusetzen, ist strategisch durchdacht, um die Einführung reibungslos zu gestalten. Dennoch ist das Interesse groß, den neuen Airbus bald auch auf Langstreckenflügen zu erleben. Die Bestellung der A321XLR erfolgte im Rahmen eines größeren Engagements der International Airlines Group (IAG), zu der Iberia gehört. Ursprünglich sollten 14 Exemplare des A321XLR geliefert werden, von denen sechs für Aer Lingus und acht für Iberia vorgesehen waren.
Die Rolle des Erstkunden wechselte jedoch von Aer Lingus zu Iberia aufgrund anhaltender Auseinandersetzungen mit den Piloten von Aer Lingus über Gehaltsfragen, die die geplante Einführung durchkreuzten. Die IAG kommentierte die Entscheidung, indem sie bedauerte, dass Aer Lingus die erforderlichen Zusicherungen hinsichtlich der Kostenstruktur nicht erfüllen konnte.
Iberia, die nun den A321XLR als Vorreiter einsetzt, steht vor der Herausforderung und Chance, die Effizienz und Vielseitigkeit dieses Flugzeugtyps unter Beweis zu stellen. Die Entscheidung, die Langstreckenflüge mit dem A321XLR zu starten, könnte nicht nur die Konnektivität zwischen Madrid und nordamerikanischen Zielen stärken, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von Iberia in einem hart umkämpften Marktsegment verbessern.