Airbus A320 (Foto: Rafael Luiz Canossa).
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Iberia und LATAM vertiefen strategische Allianz bei Treueprogrammen

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Die spanische Fluggesellschaft Iberia und die lateinamerikanische Airline-Gruppe LATAM haben zu Beginn des Jahres 2026 eine umfassende Erweiterung ihrer seit 2016 bestehenden Kooperation bekannt gegeben. Im Zentrum des neuen Abkommens steht die gegenseitige Anerkennung von Statusvorteilen in den jeweiligen Vielfliegerprogrammen Iberia Club und LATAM Pass. Passagiere profitieren dadurch bei Flügen mit der jeweils anderen Airline von Privilegien, die bisher weitgehend auf die eigene Stammgesellschaft beschränkt waren. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Attraktivität der Verbindungen zwischen Europa und Südamerika im harten Wettbewerb der transatlantischen Luftfahrtallianzen zu steigern.

Das neue Servicepaket umfasst wesentliche Erleichterungen entlang der gesamten Reisekette. Statuskunden genießen Priorität beim Check-in, beim Boarding sowie bei der Gepäckausgabe. Darüber hinaus erhalten berechtigte Mitglieder Zugang zu den Flughafen-Lounges beider Partner und können von einer kostenfreien Sitzplatzwahl sowie zusätzlichem Freigepäck profitieren. Ein technischer Kernpunkt der Vereinbarung ist die duale Akkumulation: Während Reisende bei Iberia Elite-Punkte und Avios sammeln, werden bei LATAM qualifizierende Punkte und Meilen gutgeschrieben. Dies ermöglicht es den über 53 Millionen Mitgliedern des LATAM-Programms, ihren Status auch auf europäischen Routen effizienter zu sichern oder auszubauen.

Branchenexperten bewerten diesen Schritt als Reaktion auf die veränderte Allianzdynamik, nachdem LATAM die Oneworld-Allianz verlassen hatte, aber weiterhin enge bilaterale Partnerschaften pflegt. Beatriz Guillén, Kundendirektorin bei Iberia, betont, dass die Kundenorientierung im Fokus der Strategie stehe, um den Mehrwert für treue Passagiere zu erhöhen. Auf lateinamerikanischer Seite wird das Projekt unter dem Titel „LATAM Pass Global Experience“ geführt. Laut CEO Cristián Ortiz soll dadurch ein konsistentes Reiseerlebnis geschaffen werden, das über die eigenen Flugkapazitäten hinausgeht und die Integration der südamerikanischen Märkte in das globale Luftverkehrsnetz fördert.

Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Allianz wird durch die hohe Frequenz der Verbindungen zwischen Madrid und den großen lateinamerikanischen Drehkreuzen wie São Paulo, Santiago de Chile und Lima unterstrichen. Durch die Harmonisierung der Serviceleistungen versuchen beide Fluggesellschaften, Geschäftsreisende und anspruchsvolle Privatkunden langfristig an sich zu binden. Die Umsetzung der Vorteile unterliegt den jeweiligen lokalen gesetzlichen Bestimmungen und regulatorischen Rahmenbedingungen der beteiligten Länder. Für die Passagiere bedeutet dies eine deutliche Komforterhöhung auf Langstreckenflügen, während die Airlines ihre Marktposition durch ein verbessertes Loyalitätsökosystem festigen.

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