Die österreichische Bundeshauptstadt wird in den kommenden Tagen zum globalen Zentrum für Hochtechnologie und Automatisierung. Vom 30. bis 31. Mai 2026 findet auf dem Wiener Karlsplatz das „Festival der Roboter“ statt, welches als offizielles Vorprogramm zur „International Conference on Robotics and Automation“ (ICRA) fungiert.
Dieses öffentliche Event ermöglicht es der breiten Bevölkerung, modernste Entwicklungen der internationalen Forschung sowie Anwendungen für die industrielle Arbeitswelt unmittelbar kennenzulernen. Initiiert wurde das Projekt durch eine Kooperation des WienTourismus mit der Technischen Universität Wien, um den fachlichen Austausch der Wissenschaft mit dem öffentlichen Raum zu verknüpfen.
Direkt im Anschluss, vom 1. bis 5. Juni 2026, versammeln sich rund 7.000 Experten aus Forschung und Industrie zur ICRA-Konferenz im Vienna Congress & Convention Center (VIECON). Der von der Robotics and Automation Society des IEEE organisierte Kongress gilt als weltweit bedeutendste Veranstaltung in diesem Fachbereich. Im Fokus der Fachkonferenz stehen der Austausch über intelligente Maschinen, humanoide Systeme und neue technologische Standards. Die Entscheidung für Wien als Austragungsort resultierte aus der engen Zusammenarbeit zwischen dem Vienna Convention Bureau, der TU Wien und der AIM Group, wobei die lokale Infrastruktur sowie die wissenschaftliche Relevanz des Standorts den Ausschlag gaben.
Wirtschaftlich unterstreicht die Großveranstaltung die Bedeutung der Meeting-Branche für den Standort Wien. Laut Daten des WienTourismus generierte dieser Sektor im vergangenen Jahr eine Wertschöpfung von 1,7 Milliarden Euro und sicherte über 19.000 Arbeitsplätze. Durch sogenannte Legacy-Projekte, wie das aktuelle Roboter-Festival, sollen wissenschaftliche Themen über den reinen Fachkongress hinaus in der Stadt verankert werden. Die Umsetzung des Festivals erfolgt durch die Innovationsagentur Urban Innovation Vienna, ein Unternehmen der Wien Holding, und ist zudem in das Programm des Wiener Arbeitnehmerförderungsfonds (waff) eingebunden, um auch Impulse für die lokale Arbeitswelt zu setzen.
Das Programm am Karlsplatz umfasst neben interaktiven Ausstellungen zahlreicher österreichischer Unternehmen auch spezielle Bereiche für die junge Generation, in denen Grundlagen der Programmierung vermittelt werden. Professor Markus Vincze von der TU Wien betont in diesem Zusammenhang die zunehmende Allgegenwärtigkeit von Robotersystemen im täglichen Leben und die Notwendigkeit, technologische Entwicklungen verständlich zu kommunizieren. Mit der Durchführung der ICRA 2026 festigt Wien seine Position in der internationalen Wirtschafts- und Innovationsstrategie und nutzt den Kongress als Plattform für den Dialog zwischen globaler Spitzenforschung und der lokalen Öffentlichkeit.