Boeing 737 Max 9 (Foto: Alaska Airlines).
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IT-Pannen bei Alaska Airlines: „Cyber Monday“ als Stolperstein

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Alaska Airlines, eine der bedeutendsten Fluggesellschaften der USA, sah sich jüngst einer massiven IT-Krise gegenüber. Am „Cyber Monday“, dem 2. Dezember 2024, führte ein technisches Problem zu erheblichen Betriebsstörungen, die Fluggäste und den Flugplan gleichermaßen beeinträchtigten. Der Vorfall ereignete sich in einer sensiblen Phase, unmittelbar nach dem Thanksgiving-Wochenende, das traditionell eine der reisestärksten Perioden des Jahres darstellt.

Alaska Airlines hatte anläßlich des „Cyber Monday“ eine Verkaufsaktion gestartet, die auf überwältigende Resonanz stieß. Die damit einhergehende außergewöhnlich hohe Nachfrage überforderte jedoch die IT-Infrastruktur der Fluggesellschaft. Bereits am Morgen des 2. Dezember begann die Website von Alaska Airlines, ihre Funktion einzustellen. Kunden berichteten über Schwierigkeiten beim Zugriff auf die Buchungsseite sowie bei der Nutzung der mobilen App und der Kontaktzentren.

Die technologische Panne führte nicht nur zu buchungstechnischen Einschränkungen, sondern beeinträchtigte auch den regulären Flugbetrieb. Insbesondere abgehende Flüge ab dem Drehkreuz Seattle-Tacoma International Airport (SEA) waren betroffen. Für kurze Zeit legte die Airline den gesamten Betrieb in Seattle lahm, um eine Überlastung der Flugzeuge und weitergehende Sicherheitsrisiken zu verhindern.

Reaktion der Fluggesellschaft

Alaska Airlines reagierte schnell mit einer öffentlichen Entschuldigung und stellte sicher, daß betroffene Kunden fortlaufend über die sozialen Medien und die Unternehmenswebsite informiert wurden. „Wir entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Gästen, die davon betroffen sind, und arbeiten daran, das Problem so schnell wie möglich zu beheben“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Fluggesellschaft riet den Reisenden, den Status ihrer Flüge regelmäßig zu überprüfen und bot unkomplizierte Umbuchungs- oder Stornierungsoptionen an.

Obwohl der Betrieb innerhalb weniger Stunden stabilisiert werden konnte, blieb das Buchungssystem noch bis zum Nachmittag des selben Tages instabil. Viele Kunden hatten Schwierigkeiten, auf ihre bestehenden Buchungen zuzugreifen oder neue Flüge zu reservieren.

Ein wiederkehrendes Problem

Die jüngsten Ereignisse sind nicht die ersten technologischen Schwierigkeiten, mit denen Alaska Airlines in diesem Jahr konfrontiert war. Bereits im September 2024 erlitt die Fluggesellschaft einen ähnlichen IT-Ausfall, der ebenfalls zu Betriebsunterbrechungen führte. Damals waren Flüge von und nach Seattle für mehrere Stunden betroffen, und auch der Kundenservice litt erheblich unter den Auswirkungen. Diese wiederholten Probleme werfen Fragen zur Stabilität und Belastbarkeit der IT-Infrastruktur von Alaska Airlines auf.

Cyberangriffe als möglicher Hintergrund

Erwähnenswert ist, daß der Seattle-Tacoma International Airport, ein bedeutendes Drehkreuz für Alaska Airlines, im August 2024 Ziel eines großangelegten Cyberangriffs wurde. Die Hacker forderten damals ein Lösegeld in Höhe von sechs Millionen US-Dollar in Bitcoin für gestohlene Dokumente. Auch wenn die Verantwortlichen des Hafens von Seattle dem Erpressungsversuch nicht nachkamen, sorgte der Vorfall für weitreichende Störungen im Flughafenbetrieb. Experten vermuten, daß solche Vorfälle die allgemeine Verwundbarkeit von IT-Systemen in der Luftfahrtbranche aufdecken und möglicherweise auch die Systeme von Alaska Airlines beeinträchtigt haben könnten.

Folgen für die Zukunft

Die wiederholten IT-Ausfälle stellen Alaska Airlines vor eine erhebliche Herausforderung. In einer Branche, in der Zuverlässigkeit und Kundenvertrauen zentral sind, können solche technischen Probleme das Image nachhaltig schädigen. Es bleibt abzuwarten, ob die Fluggesellschaft ihre IT-Systeme künftig robuster gestalten kann, um derartige Vorfälle zu vermeiden. Die Vorfälle unterstreichen zudem die Dringlichkeit, in Cybersicherheit und Systemstabilität zu investieren, um den steigenden Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden.

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