Mehrere italienische Unternehmen, darunter wichtige Flughäfen und Banken, sind Ziel eines Cyberangriffs geworden. Laut der italienischen Agentur für nationale Cybersicherheit (ACN) wurden rund 20 Websites betroffen, darunter die Mailänder Flughäfen Linate und Malpensa sowie die Banken Intesa Sanpaolo, Monte dei Paschi und Iccrea Banca. Die ACN berichtete, dass größere Störungen bislang ausgeblieben seien.
Die Cyberattacken wurden mit den zunehmenden politischen Spannungen zwischen Italien und Russland in Verbindung gebracht. Die Hackergruppe „Noname057(16)“, die mutmaßlich hinter den Angriffen steckt, rechtfertigte den Vorfall als Reaktion auf die Äußerungen des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella. Dieser hatte Russlands Krieg gegen die Ukraine Anfang des Jahres mit dem Expansionismus Nazi-Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg verglichen. In Moskau stieß diese Äußerung auf Empörung, während die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Worte ihres Präsidenten verteidigte.
Die Hackergruppe „Noname057(16)“ hatte bereits im Dezember 2024 einen ähnlichen Angriff auf italienische Websites durchgeführt. Damals waren etwa zehn Webseiten von italienischen Behörden betroffen. Der aktuelle Vorfall stellt eine weitere Eskalation in den laufenden Cyberkonflikten im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen dar.