Am Vormittag des 22. Dezember 2025 ereignete sich auf dem Flughafen Edinburgh ein operativer Zwischenfall mit einer Boeing 737 der Fluggesellschaft Ryanair.
Die Maschine, die sich auf dem Weg zur Startbahn für den Flug nach Faro in Portugal befand, kollidierte während des Rollvorgangs mit dem Führerhaus eines stationären oder langsam fahrenden Tankfahrzeugs. Berichten zufolge streifte die Flügelspitze des Flugzeugs das Fahrzeug, was zu sichtbaren Schäden an beiden beteiligten Objekten führte. Trotz der Kollision gab es nach offiziellen Angaben des Flughafens und der Rettungskräfte keine Verletzten unter den Passagieren, der Kabinenbesatzung oder dem Bodenpersonal.
Die Passagiere konnten das Flugzeug über die regulären Treppen verlassen und wurden zurück in das Terminalgebäude geleitet. Der Flughafen Edinburgh teilte mit, dass der Vorfall keine nennenswerten Auswirkungen auf den restlichen Flugbetrieb hatte, da die Unfallstelle zügig gesichert werden konnte und keine Start- oder Landebahnen blockiert wurden. Dennoch mussten die Reisenden auf eine Ersatzmaschine warten, was zu einer mehrstündigen Verspätung des Fluges in Richtung Algarve führte. Techniker der Fluggesellschaft und Vertreter der Flughafenbehörden begannen unmittelbar nach dem Ereignis mit einer Begutachtung der strukturellen Integrität des betroffenen Flügels.
Zusätzliche Berichte aus lokalen Quellen deuten darauf hin, dass die Sichtverhältnisse zum Zeitpunkt des Unfalls gut waren, was die Ermittlungen nun auf mögliche menschliche Fehler oder Missverständnisse in der Kommunikation zwischen dem Cockpit und der Bodenkontrolle konzentriert. In der Luftfahrt werden solche Vorfälle als „Ground Incursions“ oder Bodenkollisionen eingestuft, die oft langwierige versicherungstechnische Nachspiele haben. Ryanair hat eine interne Untersuchung eingeleitet, um das genaue Manöver zu rekonstruieren, das zu der Berührung mit dem Tankwagen führte. Der Vorfall ereignete sich während der Hochphase des Weihnachtsreiseverkehrs, in der die Frequenz der Flugbewegungen in Edinburgh traditionell stark ansteigt.
Wirtschaftlich bedeutet der Vorfall für die Airline den temporären Ausfall eines Mittelstreckenjets sowie potenzielle Regressforderungen. Die Boeing 737 wurde für weitere Inspektionen in einen Hangar geschleppt, um sicherzustellen, dass keine versteckten Risse in der Flügelstruktur entstanden sind. Solche Kollisionen am Boden sind in der Branche keine Seltenheit, führen jedoch regelmäßig zu strengeren Überprüfungen der Sicherheitsabstände und Rollprotokolle an internationalen Verkehrsflughäfen. Das Tankfahrzeug wurde ebenfalls aus dem Betrieb genommen, um die Schäden am Führerhaus instand zu setzen.