Streik (Foto: Markus Spiske/Unsplash).
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Kompletter Stillstand am Flughafen BER durch eintägigen Warnstreik

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Am Berliner Hauptstadtflughafen BER kommt es am heutigen Mittwoch zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Aufgrund eines ganztägigen Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi wurde der gesamte Passagierflugbetrieb eingestellt.

Betroffen sind rund 445 Flugbewegungen und etwa 57.000 Reisende, die ihre Flüge entweder umbuchen oder auf alternative Verkehrsmittel ausweichen mussten. Der Ausstand umfasst etwa 2.000 Beschäftigte der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), darunter wichtiges Personal der Flughafenfeuerwehr, der Verkehrsleitung sowie des Terminalmanagements. Da die Sicherheit ohne die Feuerwehr nicht gewährleistet werden kann, bleibt die Start- und Landebahn für den regulären Linienverkehr gesperrt.

Hintergrund des Arbeitskampfes sind festgefahrene Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der FBB. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent, mindestens jedoch einen monatlichen Sockelbetrag von 250 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangt Verdi einen exklusiven freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder. Die Arbeitgeberseite hatte zuvor ein Angebot vorgelegt, das jährliche Steigerungen zwischen einem und 1,5 Prozent vorsieht, jedoch eine Nullrunde bis Juni 2026 beinhaltet. Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler bezeichnete diesen Vorschlag als Provokation, während die Flughafenchefin Aletta von Massenbach den Streik angesichts der angespannten internationalen Sicherheitslage als unverhältnismäßig kritisierte.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Streiks treffen den Flughafen in einer sensiblen Phase. Zusätzliche Recherchen ergeben, dass der BER bereits in den Vorjahren mit hohen Schuldenlasten und schwankenden Passagierzahlen zu kämpfen hatte. Ein kompletter Betriebsausfall bedeutet für die Flughafengesellschaft Einnahmeverluste in Millionenhöhe durch fehlende Landegebühren und Entgelte aus dem Shop- und Gastronomiebereich. Experten weisen darauf hin, dass die Streikbereitschaft im Luftverkehrssektor aktuell bundesweit hoch ist, da viele Beschäftigte einen Ausgleich für die Reallohnverluste der vergangenen Jahre fordern. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt, wobei beide Seiten auf eine rasche Einigung drängen, um weitere Ausfälle zu vermeiden.

Politische Akteure mahnen zur Eile. Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde rief die Tarifparteien auf, die Verhandlungen nicht weiter zu blockieren, um den Wirtschaftsstandort Berlin-Brandenburg nicht dauerhaft zu schädigen. Während die Terminals am Mittwoch weitgehend verwaist blieben, arbeiteten die Fluggesellschaften im Hintergrund an der Bewältigung der logistischen Folgen. Viele Passagiere wurden auf die Bahn oder auf Flughäfen wie Leipzig/Halle und Dresden umgeleitet. Trotz der Unterstützung durch externe Sicherheitsdienstleister, die nicht am Streik beteiligt sind, ist ein Notbetrieb ohne die Kernbelegschaft der FBB technisch und rechtlich nicht durchführbar.

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