Boeing 747-8i (Foto: RON RAFFETY).
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Korean Air unterzeichnet Abkommen gegen illegalen Wildtierhandel

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Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air ist als erste Airline des Landes der sogenannten Buckingham Palace Declaration beigetreten. Das Abkommen, das 2016 auf Initiative der britischen Royal Foundation ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die Nutzung globaler Transport- und Logistiknetzwerke für den Schmuggel von geschützten Tieren und daraus gefertigten Produkten zu unterbinden.

Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich das Unternehmen zur Umsetzung von elf konkreten Maßnahmen, darunter die verstärkte Schulung von Fracht- und Bodenpersonal, die engere Zusammenarbeit mit internationalen Strafverfolgungsbehörden sowie die Verweigerung von Frachttransporten bei begründetem Verdacht auf illegalen Ursprung.

Im Rahmen der Vereinbarung tritt Korean Air der Transport Taskforce der Organisation United for Wildlife bei. Der Beitritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem globale Fracht- und Passagiernetzwerke nach wie vor intensiv von internationalen Schmugglersyndikaten genutzt werden. Die Luftfahrtbranche gilt hierbei als ein zentraler Verkehrsweg für den Transport wertvoller oder vom Aussterben bedrohter Arten aus Ursprungsregionen in die Zielmärkte. Das Abkommen sieht vor, dass verdächtige Frachtmeldungen und Bewegungsmuster systematisch erfasst und branchenweit ausgetauscht werden, um behördliche Zugriffe an den Grenzkontrollstellen zu erleichtern.

Allerdings weisen Branchenbeobachter und Logistikexperten darauf hin, dass freiwillige Selbstverpflichtungen wie die Buckingham Palace Declaration in der Praxis vor Herausforderungen stehen. Das Erkennen von geschmuggelter Ware im Frachtverkehr hängt stark von der Qualifikation des Personals und der Kapazität von Scan- und Prüfverfahren an den Luftfrachtknotenpunkten ab. Angesichts der enormen Frachtvolumina, die an großen Drehkreuzen wie dem Flughafen Seoul-Incheon täglich abgewickelt werden, bleiben lückenlose Kontrollen ohne operative Verzögerungen im Ablauf schwer umsetzbar.

Der Beitritt von Korean Air reiht sich in bestehende Maßnahmen mehrerer internationaler Netzwerkträger ein, die versuchen, das Risiko illegaler Frachten auf ihren Routen zu minimieren. Die Fluggesellschaft verwies in diesem Zusammenhang auf frühere Kooperationen mit Behörden, darunter die Rückführung beschlagnahmter Reptilien nach Neuseeland. Ob die Teilnahme an der Initiative zu einer messbaren Reduktion von Schmuggelversuchen über das Streckennetz der Airline führt, hängt von der konsequenten Durchsetzung der Prüfstandards im alltäglichen Frachtgeschäft ab.

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