Das geplante neue Finnische Luftfahrtmuseum in Vantaa-Aviapolis hat bedeutende Fortschritte bei der Partnersuche erzielt. Die drei größten Akteure der finnischen Luftfahrtbranche – der Flughafenbetreiber Finavia, die Fluggesellschaft Finnair und der Rüstungs- und Technologiekonzern Patria – haben sich als erste Gründungspartner für das Großprojekt verpflichtet. Ziel der Kooperation ist es, das reiche Erbe der finnischen Luftfahrt zu bewahren und gleichzeitig einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen sowie die Zukunft der Branche zu ermöglichen.
Das neue Museum entsteht in direkter Nachbarschaft zum derzeitigen Standort in Aviapolis, einem rasch wachsenden Gewerbegebiet unweit des Flughafens Helsinki-Vantaa. Das ehrgeizige Bauvorhaben, dessen Gesamtbudget auf 25 Millionen Euro veranschlagt ist, soll ein neues, modernes Museumszentrum von internationalem Format schaffen. Das Zentrum wird eine Ausstellungsfläche von 6300 Quadratmetern umfassen und ist darauf ausgelegt, jährlich über 100.000 Besucher anzuziehen, was einer Verdopplung der bisherigen Besucherzahlen entspricht.
Die Finnische Luftfahrtmuseumsstiftung, die das Museum betreibt und das Projekt leitet, finanziert das Vorhaben durch eine Mischung aus staatlichen Zuwendungen, Mitteln der Stadt Vantaa sowie privater Finanzierung. Alle drei Hauptpartner sind bereits Gründungsmitglieder der Stiftung. Der Baubeginn für den Neubau ist für das Frühjahr 2026 geplant. Die Eröffnung des neuen Museums ist für den Jahreswechsel 2027/2028 vorgesehen, womit es das jetzige Gebäude, dessen Mietvertrag für das Gelände spätestens 2028 ausläuft und dessen Hallen keine optimalen Bedingungen für Exponate bieten, ersetzen wird.
Laut der Stiftung soll das neue Museum nicht nur ein nationales Zentrum für die Bewahrung der Luftfahrtgeschichte sein, sondern auch als Anziehungspunkt und Treffpunkt für die gesamte Luftfahrtgemeinschaft dienen. Neben Ausstellungen sind auch digitale Erlebnisse und Veranstaltungen geplant. Ein weiteres interessantes Detail der Bauplanung: Das neue Museum wird durch eine Verbindung mit dem ebenfalls auf dem Gelände entstehenden Gymnasium Aviapolis verbunden, was die Rolle des Museums als Bildungs- und Begegnungsstätte unterstreicht.