Airbus A319 (Foto: Lufthansa).
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Lufthansa City Airlines: Ufo kritisiert Verzögerungen bei der Umsetzung von Vereinbarungen

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Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) übt scharfe Kritik an Verzögerungen bei der praktischen Umsetzung von Tarifergebnissen für das Kabinenpersonal der Lufthansa-Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines.

Nach Angaben der Gewerkschaft stehen unter anderem Vergütungsbestandteile seit April aus. Zudem sei ein bereits ausgehandelter Tarifvertrag zur Teilzeit bislang nicht unterzeichnet worden, während im Bereich der betrieblichen Altersversorgung weiterhin wesentliche Details ungeklärt seien. Ufo sieht die Verantwortung für den Stillstand sowohl bei der Schiffsführung der Fluggesellschaft als auch bei der Konkurrenzgewerkschaft Verdi.

Nach Angaben der Arbeitnehmervertretung hat die Unternehmensleitung von Lufthansa City Airlines mitgeteilt, Anpassungen im Prozess der Dienstplangestaltung (Crew-Rostering) erst für den Einsatzplan ab Oktober vorzunehmen. Ufo fordert hingegen eine fristgerechte und vollständige Umsetzung aller getroffenen Vereinbarungen sowie eine rückwirkende Nachzahlung sämtlicher offenstehender Ansprüche des Kabinenpersonals. Zugleich fordert die Gewerkschaft von Verdi Transparenz darüber, welche tariflichen Punkte bereits rechtsverbindlich fixiert wurden und wie noch offene Forderungen durchgesetzt werden sollen.

Die Fluggesellschaft verweist bei Verzögerungen unter anderem auf interne Abstimmungsprozesse, die Umstellung technischer Systeme sowie operative Prioritäten bei der flottenseitigen Einführung des Flugzeugtyps Airbus A220. Die Gewerkschaft Ufo betont jedoch, dass organisatorische Herausforderungen oder Flottenumstellungen keinesfalls als dauerhafte Begründung für Verzögerungen bei der Auszahlung tariflich zugesicherter Leistungen dienen dürfen.

Der Streit offenbart die anhaltende gewerkschaftliche Rivalität beim Kabinenpersonal innerhalb des Lufthansa-Konzerns. Während die Airline den Betrieb der neuen Tochtergesellschaft hochfährt, belasten die ungeklärten Schnittstellen im Tarifgefüge das Arbeitsklima. Für das Unternehmen erhöht der schwelende Konflikt den Druck, administrative Abläufe rasch zu stabilisieren, um verlässliche Arbeitsbedingungen für das fliegende Personal zu gewährleisten.

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