Die Lufthansa Group nimmt mit einer doppelten Präsenz an der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin teil. Das Luftfahrtunternehmen kombiniert dabei die Repräsentation seiner zivilen Luftfahrtgeschichte mit der Vorstellung seiner expandierenden Rüstungs- und Verteidigungssparte.
Auf dem Freigelände des Messegeländes am Flughafen Berlin Brandenburg wird ein Airbus A320neo der Fluggesellschaft am Stand des Herstellers Airbus ausgestellt. Die Maschine mit der Registrierung D-AING ist mit einer exklusiven Sonderlackierung zum 100-jährigen Gründungsjubiläum der ersten Lufthansa versehen und zeigt das traditionsreiche Kranich-Logo im XXL-Format auf einem komplett blau gestalteten Flugzeugheck.
Im Zentrum des diesjährigen Messeauftritts steht jedoch der Geschäftsbereich Lufthansa Technik Defense, der auf einem 144 Quadratmeter großen Ausstellungsstand in den Messehallen präsentiert wird. Unter dieser im Jahr 2023 ins Leben gerufenen Marke bündelt das Unternehmen sämtliche militärischen Dienstleistungen für die Deutsche Bundeswehr sowie für verschiedene NATO-Partner. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der technischen Betreuung, Wartung, Reparatur und Modifikation von militärischen Luftfahrzeugen. Durch die veränderte Sicherheitslage in Europa und die Aufstockung des Bundeswehr-Sondervermögens hat sich dieser Geschäftsbereich zu einer wichtigen wirtschaftlichen Stütze des Konzerns entwickelt.
Das Rüstungssegment der Lufthansa Technik ist aktuell in mehrere milliardenschwere Beschaffungs- und Modernisierungsprogramme der deutschen Streitkräfte eingebunden. Hierzu zählt die technische Betreuung der neuen Seefernaufklärer und U-Boot-Jagdflugzeuge des Typs Boeing P-8A Poseidon sowie des Aufklärungssystems PEGASUS zur signalisierenden Überwachung. Darüber hinaus ist das Unternehmen an der Einführung und Instandhaltung des schweren Transporthubschraubers CH-47 Chinook beteiligt. Ein weiterer strategischer Fokus liegt auf der zukünftigen deutschen F-35-Kampfjetflotte, bei der Lufthansa Technik in einem Industriekonsortium gemeinsam mit den Rüstungskonzernen Lockheed Martin, Rheinmetall und ESG für die technische Unterstützung verantwortlich zeichnet.
Die ILA Berlin gilt als eine der bedeutendsten europäischen Fachmessen für die Luft- und Raumfahrtindustrie und dient der Lufthansa Group als Plattform, um sich als verlässlicher Partner für die zivile und militärische Luftfahrt zu positionieren. Die Kombination aus historischer Flottenmodernisierung im zivilen Sektor und der strategischen Ausweitung der Verteidigungsaktivitäten spiegelt den aktuellen Anpassungskurs des Konzerns an die veränderten Markt- und Rahmenbedingungen wider. Die Präsentation der hochentwickelten Wartungskapazitäten soll zudem neue internationale Kooperationen im Bereich der militärischen Logistik anbahnen.