Die Lufthansa Group hat mit sofortiger Wirkung sämtliche Flugverbindungen von und nach Larnaka auf Zypern bis einschließlich 6. März 2026 eingestellt. Diese Entscheidung betrifft alle Tochtergesellschaften des Konzerns, darunter Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Eurowings.
Grund für die kurzfristige Maßnahme ist eine Neubewertung der Sicherheitslage im östlichen Mittelmeerraum. Neben der Einstellung der Starts und Landungen hat das Unternehmen entschieden, den zypriotischen Luftraum in diesem Zeitraum auch für Überflüge zu anderen Destinationen vollständig zu meiden. Passagiere, deren Flüge von den Annullierungen betroffen sind, haben laut Konzernangaben die Wahl zwischen einer kostenfreien Umbuchung auf einen späteren Termin oder der vollständigen Erstattung des Ticketpreises.
Hintergrund der verschärften Sicherheitsvorkehrungen ist ein Zwischenfall am vergangenen Montag, bei dem nach offiziellen Berichten zwei unidentifizierte Drohnen über dem britischen Militärstützpunkt Akrotiri im Süden der Insel abgefangen wurden. Der Stützpunkt gilt als strategisch wichtiger Knotenpunkt für Operationen im Nahen Osten. Militärexperten weisen darauf hin, dass die Präsenz unbemannter Flugobjekte in unmittelbarer Nähe zu zivilen Luftverkehrswegen ein erhebliches Risiko für die Betriebssicherheit darstellt. Die britischen Streitkräfte auf Zypern befinden sich seither in erhöhter Alarmbereitschaft, während die lokalen Behörden die Herkunft der Flugobjekte untersuchen.
Die Aussetzung der Flüge durch die Lufthansa Group erfolgt in einer Phase allgemeiner Instabilität in der Region. Andere europäische Fluggesellschaften beobachten die Situation derzeit genau, halten ihren Flugbetrieb nach Larnaka und Paphos jedoch teilweise noch unter verschärften Beobachtungsauflagen aufrecht. Branchenanalysten gehen davon aus, dass die Lufthansa mit dieser präventiven Maßnahme jegliches Risiko für Besatzungen und Fluggäste ausschließen möchte, da die Identifizierung und Abwehr von Drohnen im zivilen Luftraum eine komplexe Herausforderung für die Flugsicherung darstellt. Die zyprische Regierung betonte unterdessen, dass der zivile Flughafenbetrieb grundsätzlich sicher sei, respektiert jedoch die operativen Entscheidungen privater Luftfahrtunternehmen.
Für den internationalen Flugverkehr bedeutet die Sperrung des zypriotischen Luftraums für die Lufthansa-Flotte logistische Anpassungen. Viele Langstreckenverbindungen in Richtung Südostasien und in den Nahen Osten müssen weiträumige Umwege fliegen, was zu längeren Flugzeiten und einem erhöhten Treibstoffverbrauch führt. Da Zypern ein wichtiges Drehkreuz im östlichen Mittelmeer ist, könnten anhaltende Störungen den gesamten europäischen Flugplan belasten. Das Unternehmen kündigte an, die Lage kontinuierlich neu zu bewerten und über eine Wiederaufnahme der Flüge nach dem 6. März kurzfristig auf Basis aktueller Geheimdienstinformationen und behördlicher Empfehlungen zu entscheiden.