Lufthansa am Flughafen München (Foto: Robert Spohr).
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Lufthansa plant Teilübernahme der Swissport Losch GmbH: Selbstabfertigung in München als Ziel

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Die Lufthansa Group kündigt an, im Laufe dieses Jahres einen Teil ihrer Flüge am Flughafen München künftig selbst abzufertigen. Ein zentraler Bestandteil dieses Vorhabens ist die angestrebte Übernahme der Swissport Losch GmbH & Co. KG durch die Lufthansa. Diese Transaktion soll den Weg ebnen, um die operative Stabilität und die Zuverlässigkeit der Luftfahrtservices am Münchener Flughafen weiter zu erhöhen. Die Übernahme steht jedoch noch unter der Bedingung der Genehmigungen durch die zuständigen Behörden sowie einer kommerziellen Einigung.

Lufthansa verfolgt mit dieser strategischen Entscheidung das Ziel, die Abfertigungsprozesse für ihre eigenen Flugzeuge am Flughafen München selbst in die Hand zu nehmen. Die Swissport Losch GmbH, bislang ein etablierter Partner im Bereich der Flugzeugabfertigung, soll nach der geplanten Übernahme weiterhin am Standort München tätig bleiben. Der Fokus der Lufthansa liegt dabei auf der Sicherstellung einer verbesserten Servicequalität und einer langfristigen Perspektive für die Beschäftigten.

Sicherstellung von Arbeitsplätzen und Stabilität

Die Lufthansa betont, dass im Zuge der Übernahme die Arbeitsplätze der Mitarbeiter der Swissport Losch GmbH & Co. KG erhalten bleiben sollen. Die Lufthansa Group hat diesbezüglich eine Absichtserklärung abgegeben, in der sie ihren Willen bekundet, den betroffenen Mitarbeitern eine langfristige Perspektive zu bieten. In dieser Erklärung wird auch hervorgehoben, dass die Mitarbeiter bei Swissport Losch durch ihre Professionalität und Servicequalität einen entscheidenden Beitrag zu den erfolgreichen Abläufen am Münchener Flughafen geleistet haben.

Jens Ritter, CEO von Lufthansa Airlines und Hub Manager in München, erklärte, dass die Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort München eine der zentralen Anliegen des Unternehmens sei. „Die Weiterentwicklung des Reiseerlebnisses für unsere Kundinnen und Kunden hat für uns ebenfalls eine hohe Priorität. Die Zusammenarbeit mit Swissport Losch ist seit vielen Jahren eine Erfolgsgeschichte“, so Ritter. Das Unternehmen habe durch seine engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und durch die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit zur hohen Qualität am Münchener Flughafen beigetragen.

Die geplante Übernahme unterstreicht nicht nur das Bestreben der Lufthansa, ihre Operationen in München weiter zu optimieren, sondern auch das langfristige Engagement der Lufthansa Group am Flughafen. Die Lufthansa verfolgt eine Strategie, die nicht nur den Flugbetrieb selbst, sondern auch die damit verbundenen infrastrukturellen Elemente verbessern soll. Durch die mögliche Integration von Swissport Losch in die Lufthansa Group erwartet man sich eine nachhaltige Verbesserung der operativen Effizienz und der Zuverlässigkeit der Abfertigungsprozesse.

Kooperationspartnerschaft und Ausblick auf die Zukunft

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Übernahme ist die fortlaufende Zusammenarbeit mit den bisherigen Gesellschaftern der Swissport Losch GmbH & Co. KG, namentlich der Swissport Cargo Services Deutschland GmbH und der Losch Airport Service München GmbH. Diese Partner sollen beim Übergang zur Selbstabfertigung weiterhin unterstützend zur Seite stehen. Die Lufthansa Group setzt hier auf eine enge und koordinierte Zusammenarbeit, um den Prozess reibungslos und erfolgreich zu gestalten.

Marc Losch, CEO der Losch Airport Service, äußerte sich zuversichtlich über die geplante Übernahme und betonte die Bedeutung der Partnerschaft für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. „Die Zukunft von Swissport Losch und seiner Mitarbeiter am Flughafen München liegt uns sehr am Herzen. Wir sind überzeugt, dass dieser Schritt den Mitarbeitern eine zukunftssichere Perspektive bietet“, sagte Losch.

Die Verantwortlichen von Swissport International, dem globalen Mutterunternehmen der Swissport Losch GmbH, begrüßten ebenfalls die geplante Transaktion und die damit verbundenen Perspektiven für den Standort München. Warwick Brady, Präsident und CEO von Swissport International, hob die Bedeutung der globalen Expertise von Swissport hervor, die auch am Flughafen München von großem Wert sei. „Unsere jahrelange Erfahrung, insbesondere an großen Luftverkehrsdrehkreuzen, wird entscheidend zur operativen Stabilität am Flughafen München beitragen“, so Brady.

Rechtliche Hürden und die Bedeutung der Genehmigungen

Trotz der weitgehend positiven Resonanz auf die geplante Übernahme ist diese noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Lufthansa muss sowohl die kommerzielle Einigung mit den bisherigen Gesellschaftern von Swissport Losch als auch die Zustimmung der zuständigen Fusionskontrollbehörden abwarten. Diese Überprüfung könnte noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Behörden sicherstellen müssen, dass die Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwirft und die Marktverhältnisse am Flughafen München nicht negativ beeinflusst werden.

Sollte die Übernahme jedoch erfolgreich vollzogen werden, könnte dies eine wegweisende Veränderung in der Abfertigung von Flügen am Flughafen München darstellen. Mit der geplanten Selbstabfertigung durch Lufthansa würde ein neuer Standard für die Effizienz und Zuverlässigkeit der Abfertigungsprozesse gesetzt. Die Lufthansa Group erhofft sich dadurch eine weitere Steigerung der Kundenzufriedenheit und eine Verbesserung der betrieblichen Abläufe an diesem wichtigen Luftverkehrsknotenpunkt.

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