Lufthansa Technik in Düsseldorf (Foto: Robert Spohr).
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Lufthansa Technik erreicht Meilenstein bei der Wartung von GTF-Triebwerken

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Lufthansa Technik hat die eintausendste Überholung eines Pratt & Whitney Geared Turbofan (GTF)-Triebwerks abgeschlossen. Dieser operative Erfolg markiert einen Wendepunkt in der langfristigen Strategie des Unternehmens, sich als führender Akteur im globalen Instandhaltungsnetzwerk für moderne Flugzeugantriebe zu positionieren.

Das GTF-Triebwerk findet breite Anwendung in der Airbus A320neo-Familie, dem Airbus A220 sowie den E-Jets von Embraer. Die Erreichung dieser Marke unterstreicht die intensive technologische Zusammenarbeit mit dem Hersteller Pratt & Whitney, einer Tochtergesellschaft des US-Konzerns RTX, und festigt die Kapazitäten für die kommenden Jahre.

Ein wesentlicher Pfeiler dieser Entwicklung ist der Standort EME Aero im polnischen Jasionka, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik und MTU Aero Engines. Mit über 1.200 Mitarbeitern und hochmodernen Prüfständen hat sich das Zentrum auf das gesamte Spektrum der Triebwerksinstandhaltung spezialisiert, von schnellen technischen Durchsichten bis hin zu vollständigen Generalüberholungen. Bis zum Jahr 2028 plant das Unternehmen, die Kapazität in Polen auf jährlich über 500 Einlastungen zu steigern, um dem weltweit wachsenden Bedarf der Fluggesellschaften gerecht zu werden. Parallel dazu hat Lufthansa Technik AERO Alzey seine spezialisierte Rolle für das PW1500G-Triebwerk durch den Bau eines neuen, 10.000 Quadratmeter großen Logistikzentrums weiter gestärkt.

Die strategische Ausrichtung des Wartungsnetzwerks umfasst neben den stationären Großwerkstätten auch spezialisierte mobile Einsatzteams. Diese sogenannten Mobile Engine Services sind an den Standorten Frankfurt, Montreal, Tulsa und Shenzhen stationiert. Ziel dieser Einheiten ist es, technische Eingriffe direkt beim Kunden vorzunehmen, um die Ausfallzeiten der Maschinen so gering wie möglich zu halten. Da die weltweite GTF-Flotte aufgrund technischer Nachbesserungsbedarfe bei bestimmten Baureihen unter erhöhtem Wartungsdruck steht, kommt der Koordination zwischen den Standorten in Deutschland, Polen, Nordamerika und China eine entscheidende Bedeutung für die Stabilität des internationalen Flugverkehrs zu.

Der Erfolg des Programms basiert auf einem Wissenstransfer, der vor rund sieben Jahren in den Hamburger Werkstätten begann. Dort wurde das notwendige Fachwissen aufgebaut, bevor die Kapazitäten an die spezialisierten Partnerstandorte übertragen wurden. Derrick Siebert, Vice President Engine Services bei Lufthansa Technik, betont, dass der kooperative Netzwerkansatz die notwendige Flexibilität bietet, um auf die Marktanforderungen zu reagieren. Die hohe Fertigungstiefe und die globale Präsenz ermöglichen es dem Unternehmen, komplexe Reparaturverfahren industriell zu skalieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Instandhaltungsbetrieben im asiatischen und amerikanischen Raum zu sichern.

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