Airbus A320neo (Foto: Lufthansa).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Lufthansa und Piloten: Verhandlungen über Altersversorgung bleiben ergebnislos

Werbung

Die jüngsten Gespräche zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und der Lufthansa Group sind ohne Einigung beendet worden. Im Kern des Tarifkonflikts steht die betriebliche Altersversorgung (bAV) für die Piloten der Lufthansa Passage und Lufthansa Cargo. Bereits sieben Verhandlungsrunden zwischen Mai und September 2025 waren ergebnislos geblieben, woraufhin die VC eine Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen mit einem starken Mandat der Mitglieder abgeschlossen hatte.

Obwohl die VC nach der Urabstimmung Gesprächsangebote der Arbeitgeberseite zu erweiterten Themenfeldern, wie den Perspektiven der CityLine, der Tarifierung der neuen Gesellschaften Lufthansa City Airlines und Discover, sowie der strategischen Zukunft der Lufthansa Passage annahm, konnte kein umfassender Lösungsraum gefunden werden. Die Gewerkschaft kritisierte, dass die von der Arbeitgeberseite öffentlich präsentierten Angebote an für die Piloten nicht akzeptable, massive Zugeständnisse geknüpft wurden, die zudem eine Absicherung über einen langen Zeitraum vermissen ließen.

Die Lufthansa Group hatte die Forderungen der Piloten, die auf eine deutliche Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zur Altersvorsorge abzielen, als „nicht bezahlbar“ und finanziell unverantwortlich zurückgewiesen. Der Konzern bezifferte die potenziellen jährlichen Mehrkosten für die Altersversorgung auf bis zu 228 Millionen Euro. Hintergrund ist eine Anpassung der Altersversorgung im Jahr 2017, bei der die bisher garantierten Betriebsrenten umgestellt wurden. Die VC fordert nun einen Ausgleich für die betroffenen rund 4.800 Piloten.

Angesichts des Scheiterns der erweiterten Sondierungsgespräche konzentriert sich die Vereinigung Cockpit nun wieder ausschließlich auf ihre ursprünglichen Forderungen zur betrieblichen Altersversorgung. Laut VC liegt hierzu weiterhin kein adäquates Gegenangebot der Lufthansa vor. Die Tarifkommission der Gewerkschaft kündigte an, in der kommenden Woche die Situation neu zu bewerten und das weitere Vorgehen zu beschließen. Ein Streikmandat liegt der VC bereits vor.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung