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Mai 2026: Verband meldet moderate Erholung bei anhaltenden regionalen Disparitäten

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Der europäische Flughafenverband ACI Europe verzeichnet für den Monat Mai 2026 eine Stabilisierung des Passagieraufkommens im europäischen Flughafennetz. Nach einem leichten Rückgang im Vormonat erholte sich das Fluggastvolumen im Mai um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Getragen wurde diese Entwicklung maßgeblich von den Flughäfen innerhalb der erweiterten Europäischen Union (EU+), die einen Zuwachs von 3,4 Prozent meldeten. Der Markt außerhalb dieser Zone blieb mit einem Plus von 2 Prozent hinter dem kontinentalen Durchschnitt zurück. Treiber des Wachstums war vor allem die anhaltende Nachfrage nach Urlaubsreisen, während der geschäftliche Reiseverkehr weiterhin stagniert.

Die nationalen Märkte entwickelten sich im Berichtszeitraum sehr uneinheitlich, was Branchenexperten auf ein Bündel unterschiedlicher Einflussfaktoren zurückführen. Während südeuropäische Destinationen wie Spanien und Italien sowie einige osteuropäische Staaten deutliche Zuwächse verzeichneten, verbuchten zentraleuropäische Märkte Rückgänge. Die deutschen Flughäfen meldeten ein Minus von 0,6 Prozent. Neben der Erhöhung nationaler Luftverkehrsteuern belasteten hier vor allem Kapazitätsreduzierungen im Zuge des veränderten Flugbetriebs bei der Lufthansa CityLine das Ergebnis. In der Schweiz führte ein anhaltender Personalmangel sowie die zeitweise Stilllegung von Flugzeugen bei der Fluggesellschaft Swiss zu einem Einbruch des Passagieraufkommens um 5,3 Prozent.

Aus ökonomischer Sicht offenbart der Verkehrsbericht erhebliche strukturelle Probleme bei kleineren Regionalflughäfen mit weniger als einer Million Passagieren pro Jahr. Obwohl dieses Segment im Vorjahresvergleich ein prozentuales Wachstum von 7,2 Prozent erzielte, verharren die absoluten Zahlen mit einem Minus von 25,5 Prozent weit unter dem Niveau des Vor-Pandemie-Jahres 2019. Diese Standorte leiden unter der ausgeprägten Marktmacht der Fluggesellschaften, die ihre Kapazitäten zunehmend auf große Drehkreuze konzentrieren, was die wirtschaftliche Existenz kleinerer Flughäfen gefährdet. Im Frachtbereich zeigte sich der Markt stabiler: Das gesamte Frachtaufkommen stieg um 2,5 Prozent, wobei Logistikknotenpunkte wie Leipzig, Brüssel und Amsterdam zweistellige Wachstumsraten meldeten.

Die Flugbewegungen stagnierten im gesamten Netzwerk mit einem minimalen Zuwachs von 0,8 Prozent nahezu. Luftfahrtanalysten werten dies als Beleg für ein verändertes Kapazitätsmanagement der Fluggesellschaften, die durch höhere Ticketpreise und eine dichte Auslastung bestehender Verbindungen ihre Rentabilität sichern wollen. Zudem belasten geopolitische Konflikte, insbesondere die Situation im Nahen Osten, das Streckennetz. Destinationen wie Zypern oder Israel verzeichneten deutliche Einbußen bei den Passagierzahlen, da veränderte Routenführungen und verunsicherte Verbraucher die Buchungsströme in andere europäische Regionen ablenken.

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