Terminal 2 des Flughafens Hamburg (Foto: Medvedev).
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Marché Mövenpick eröffnet neuen Standort am Flughafen Hamburg

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Am Hamburger Flughafen ist auf der Ankunftsebene des Terminals 2 ein neuer Gastronomiebetrieb in Betrieb genommen worden. Unter dem Namen „Knotenpunkt“ bietet das Unternehmen Marché Mövenpick auf einer Fläche von rund 140 Quadratmetern ein Sortiment aus Backwaren, warmen Snacks und Getränken an. Das Angebot richtet sich an Reisende, Abholende sowie Mitarbeiter des Flughafens. Mit Öffnungszeiten ab den frühen Morgenstunden bis 23:00 Uhr deckt die Verkaufsstelle das gesamte Tagesgeschäft ab und ergänzt die Infrastruktur im frei zugänglichen Bereich vor den Sicherheitskontrollen.

Die Neueröffnung steht im Kontext einer bundesweiten Neuausrichtung von Gastronomiekonzepten an deutschen Verkehrsflughäfen. Während der Sicherheitsbereich nach den Kontrollstellen durch die lange Verweildauer der Passagiere traditionsgemäß hohe Erträge pro Quadratmeter generiert, steht der öffentlich zugängliche Terminalbereich vor veränderten Rahmenbedingungen. Kürzere Verweilzeiten beim Bringen und Abholen von Gästen sowie gestiegene Personalkosten veranlassen Flughafenbetreiber wie die Hamburg Airport GmbH und Systemgastronomen vermehrt dazu, auf verkleinerte Flächen mit hohem Selbstbedienungs- und To-go-Anteil zu setzen.

Die Partnerschaft zwischen dem Flughafen Hamburg und Marché Mövenpick besteht bereits seit vielen Jahren, wobei der Systemgastronom mehrere Standorte auf dem Gelände betreibt. Branchenanalysten betonen, dass Betreiber von Flughafen-Gastronomie in einem Marktumfeld mit hoher Pachtbelastung agieren. Um die wirtschaftliche Rentabilität im öffentlichen Bereich zu sichern, müssen Verkaufsstellen sowohl die Frequenz der Abholer als auch den täglichen Bedarf der Beschäftigten am Standort abdecken, da reine Fluggastströme den öffentlichen Bereich nach der Ankunft meist zügig verlassen.

In vielen europäischen Flughafen-Terminals verlagern Betreiber ihre Investitionen schrittweise in automatisierte Konzepte oder digitale Bestellsysten, um den Personalbedarf zu senken. Die Beibehaltung klassischer Thekenangebote mit Vor-Ort-Zubereitung erfordert ein dauerhaft hohes Passagieraufkommen. Ob sich die Flächenauslastung auf der Ankunftsebene in Hamburg langfristig tragen wird, hängt maßgeblich von den Passagierzahlen im Winterhalbjahr und der Preisakzeptanz im Vergleich zu Versorgungsangeboten im nahegelegenen S-Bahnhof oder im Umfeld des Flughafens ab.

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