Amanda und ihre Cousine Amy (Foto: Mary Ellen Mark).
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Mary Ellen Mark: Eine Hommage an die humanistische Fotografie

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Mit der Ausstellung „The Lives of Women“ würdigt das Wiener Fotomuseum WestLicht ab dem 22. November 2024 das Lebenswerk der renommierten Fotografin Mary Ellen Mark.

Diese bis dato umfassendste Präsentation ihres Schaffens in Österreich zeigt das bahnbrechende Werk einer Künstlerin, die über Jahrzehnte hinweg das Leben von Menschen an den Rändern der Gesellschaft dokumentierte. Ihr empathischer und respektvoller Blick auf Frauen und Mädchen macht sie zu einer Ikone der humanistischen Fotografie.

Eine Fotografin der Marginalisierten

Mary Ellen Mark (1940–2015) gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen des Bildjournalismus. In einer Zeit, in der Fotografie überwiegend von Männern dominiert wurde, setzte sie mit ihren Arbeiten ein Zeichen für Sensibilität und Authentizität.

Sie verstand sich nicht nur als Beobachterin, sondern als Anwältin ihrer Protagonistinnen, deren oft prekäre Lebenswelten sie mit beeindruckender Nähe und Integrität dokumentierte. Ihre Werke wurden in führenden Magazinen wie Life, Rolling Stone und Vanity Fair veröffentlicht und gehören heute zum Kanon der Fotografiegeschichte.

Meilensteine ihres Schaffens

Die Ausstellung präsentiert rund 100 Fotografien, darunter ikonische Serien wie Ward 81, eine intime Reportage über Patientinnen einer psychiatrischen Klinik in Oregon, und Falkland Road, die das Leben von Sexarbeiterinnen in Mumbai beleuchtet.

Auch Indian Circus, eine Serie über Wanderzirkusfamilien in Indien, sowie das oscar-nominierte Projekt Streetwise über obdachlose Jugendliche in Seattle finden ihren Platz in der Schau. Ergänzt wird die Ausstellung durch Filme, darunter die Dokumentation Streetwise mit Musik von Tom Waits, sowie durch Buchpublikationen und Zeitschriftenbeiträge.

Ein Spiegel der Gesellschaft

Mary Ellen Mark hielt nicht nur den Lebensrealitäten marginalisierter Gruppen den Spiegel vor, sondern auch der US-amerikanischen Gesellschaft als Ganzes. Ihre Arbeiten spannen einen weiten Bogen von Porträts jugendlicher Subkulturen in New York bis hin zu verstörenden Aufnahmen des Ku-Klux-Klans. Ihre Bildsprache kombiniert essayistisches Erzählen mit eindringlichen Einzelaufnahmen und hinterläßt einen bleibenden Eindruck.

Die Ausstellung im WestLicht, kuratiert von Anne Morin und in Kooperation mit diChroma photography entstanden, bietet einen umfassenden Einblick in das Werk von Mary Ellen Mark und unterstreicht die Aktualität ihrer Themen. In einer Welt, die von sozialen Spannungen geprägt ist, laden ihre Fotografien dazu ein, über Empathie, Gerechtigkeit und die Kraft der Fotografie nachzudenken.

Öffnungszeiten:

  • Di, Mi, Fr 14–19 Uhr 
  • Do 14–21 Uhr 
  • Sa, So, Feiertage 11–19 Uhr 

Die Ausstellung läuft bis zum 16. Februar 2025.

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