Heckflossen von Austrian Airlines und Lufthansa (Foto: Jan Gruber).
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Massive Flugstreichungen im Nahen Osten nach Eskalation der Kampfhandlungen

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Die Lufthansa Group hat ihre Flugstreichungen in den Nahen und Mittleren Osten angesichts der dramatischen militärischen Lage erneut ausgeweitet und präzisiert. Wie das Unternehmen mitteilte, setzen alle Konzerngesellschaften – darunter Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss – ihre Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran bis mindestens zum 8. März 2026 aus.

Parallel dazu meiden die Maschinen der Gruppe weiträumig die Lufträume über Israel, dem Libanon, Jordanien, dem Irak sowie über Katar, Kuwait, Bahrain und dem Iran. Diese Entscheidung basiert auf einer kontinuierlichen Sicherheitsbewertung der Lageberichte, die eine reguläre Abwicklung des Flugverkehrs derzeit als nicht vertretbar erscheinen lassen.

Die operative Situation an den großen Drehkreuzen der Golfregion bleibt am Montag kritisch. Berichte bestätigen, dass wichtige Flughäfen wie Dubai, Abu Dhabi und Kuwait bei iranischen Vergeltungsschlägen teilweise beschädigt wurden, was zu massiven Einschränkungen oder vollständigen Schließungen führte. Während Flüge von und nach Dubai sowie Abu Dhabi bei der Lufthansa Group vorerst bis einschließlich 4. März gestrichen sind, zeigen Daten von Flugverfolgungsdiensten einen nahezu leeren Luftraum über weiten Teilen der Region. Eine aktuelle Luftfahrer-Information (NOTAM) hat die Sperrung des iranischen Luftraums zudem bis mindestens zum 3. März verlängert, da weitere Raketenangriffe befürchtet werden.

Auslöser der jüngsten Gewaltspirale war die Tötung des iranischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei durch US-amerikanische und israelische Angriffe am vergangenen Samstag. Infolge dieser Ereignisse hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für mehr als ein Dutzend Länder in der Region ausgesprochen. Bisher haben sich über 10.000 deutsche Staatsbürger in der Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ registriert, um im Notfall über Evakuierungsmöglichkeiten informiert zu werden. Die betroffenen Personen, unter denen sich sowohl Urlauber als auch dauerhaft im Ausland lebende Deutsche befinden, sind aufgerufen, engen Kontakt zu ihren Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten, da kommerzielle Ausreisemöglichkeiten momentan kaum vorhanden sind.

Die Lufthansa Group kündigte an, die Situation täglich neu zu bewerten und die Wiederaufnahme der Flüge von der Sicherheitslage vor Ort abhängig zu machen. Passagiere, deren Flüge gestrichen wurden, können kostenfrei umbuchen oder eine Rückerstattung des Ticketpreises beantragen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Umleitungen der Langstreckenflüge nach Asien, die nun den Krisenherd weiträumig umfliegen müssen, zu erheblichen Flugzeitverlängerungen von bis zu zwei Stunden führen. Dies belastet nicht nur die Treibstoffrechnungen der Airlines, sondern bringt auch die globalen Crew-Einsatzpläne und Anschlussverbindungen an den europäischen Drehkreuzen unter massiven Druck.

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