Streifenwagen der österreichischen Polizei (Foto: Jan Gruber).
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Mindestens 25 Passagierflüge am 5. November 2026 von Sicherheitsalarmen betroffen

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Der europäische Zivilluftverkehr ist am 5. November 2026 von einer Welle anonymer Bombendrohungen getroffenen worden. Nach Angaben behördlicher Stellen und internationaler Nachrichtenagenturen wurden am Laufe des Tages mindestens 25 Passagierflüge verschiedener europäischer Fluggesellschaften Ziel zielgerichteter oder genereller Warnmeldungen.

Die Vorfälle lösten Abfang- und Begleiteinsätze von Kampfflugzeugen der Luftstreitkräfte in Frankreich, Italien und Bulgarien aus. Zudem führten die Drohungen zu Umleitungen von drei Passagiermaschinen sowie zu umfassenden Sicherheitsüberprüfungen an zahlreichen Großflughäfen im gesamten Kontinentalgebiet, darunter in Rom, Prag, Brüssel, Wien, Madrid und Warschau. Sämtliche bis zum späten Nachmittag durchgeführten Inspektionen verliefen negativ; Sprengstoffe oder gefährliche Gegenstände wurden an Bord der betroffenen Maschinen nicht entdeckt. Bereits zwei Tage zuvor, am 3. November 2026, hatten ähnliche Alarme den Flugbetrieb mehrerer Airlines belasted. Die Identität der Urheber sowie mögliche Zusammenhänge zwischen den Vorfällen bilden den Gegenstand intensivierter Ermittlungen nationaler und europäischer Sicherheitsbehörden.

Abfangeinsätze der Luftwaffe in Frankreich, Italien und Bulgarien

Die Sicherheitsmeldungen führten in mehreren NATO-Mitgliedstaaten zur Aktivierung der Luftverteidigungssysteme im Rahmen von Air-Policing-Prozeduren. In Frankreich wurde der Airbus A320 der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus auf dem Flug EI402 von Dublin zum Flughafen Rom-Fiumicino nach dem Eingang einer konkreten Bedrohungsmeldung von Kampfflugzeugen der französischen Luft- und Raumfahrtkräfte abgefangen. Die Maschine mit 151 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord wurde zur Militärbasis Évreux-Fauville in der Normandie umgeleitet, wo sie kurz nach 10:00 Uhr Ortszeit sicher landete. Die Insassen wurden umgehend evakuiert, woraufhin Entschärfer des Militärs das Flugzeug durchsuchten.

In Italien begleiteten zwei Eurofighter der italienischen Luftwaffe den Flug AY1761 der Finnair auf dem Weg von Helsinki nach Rom-Fiumicino. Der Airbus A321 landete planmäßig am Zielort, wo umgehend Durchsuchungen durch Spezialeinheiten eingeleitet wurden, die ergebnislos blieben. Parallel dazu stiegen auf dem bulgarischen Luftwaffenstützpunkt Graf Ignatievo um 10:11 Uhr Ortszeit Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 auf, um drei Flüge der Ryanair zu begleiten, die aus Madrid, Kopenhagen und London-Stansted auf dem Weg nach Sofia waren. Während die Maschinen aus Kopenhagen und Madrid auf dem Hauptflughafen der bulgarischen Hauptstadt landeten, wich der Flug aus London auf den Flughafen Plovdiv aus. Die Überprüfungen durch bulgarische Stellen erbrachten auch hier keine Nachweise für gefährliche Fracht.

Umleitungen und Sonderprüfungen in Wien, Prag, Brüssel und Bukarest

Die Drohungen zwangen mehrere Fluggesellschaften zu Ausweichlandungen. Der Flug W4 6387 der Wizz Air von Mailand-Malpensa nach Warschau leitete nach dem Empfang einer Warnung eine Ausweichlandung auf dem Flughafen Wien-Schwechat ein. Auch der Finnair-Flug AY1471 von Helsinki nach Wien war von einer Drohung betroffen. Die Polizeibehörden in Österreich führten nach der sicheren Landung beider Maschinen Kontrollen durch, während am gleichen Morgen im Bereich des Wiener Flughafens Droh-E-Mails bezüglich vier weiterer Verbindungen eingingen, die jedoch ohne Unterbrechung des regulären Betriebs abgearbeitet werden konnten.

Am Flughafen Prag-Václav-Havel stufte die tschechische Polizei Drohungen gegen vier anfliegende Passagiermaschinen zwar als wenig glaubwürdig ein, unterzog die Flugzeuge nach der Landung jedoch routinemäßigen Kontrollen durch Sprengstoffspürhunde. Die Ermittlungen wurden in der Folge an das Nationale Zentrum gegen Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität übergeben. In Belgien wurde der Flug LO235 der LOT Polish Airlines von Warschau nach Brüssel sowohl an Bord durch die Crew als auch nach der Landung durch belgische Behörden überprüft. In Rumänien führte eine Bedrohungsmeldung beim Wizz-Air-Flug W4 3064 von Mailand nach Bukarest zur Aktivierung des Krisenstabs am Flughafen Henri Coandă; die 182 Passagiere wurden im Terminal betreut, während Spezialkräfte die Maschine untersuchten.

Vorübergehende Sperrungen in Warschau und Zwischenfälle im südeuropäischen Luftraum

In Polen kam es am Flughafen Warschau-Chopin zu Verzögerungen, als der Flug LO331 der LOT Polish Airlines nach Paris-Charles-de-Gaulle kurz vor dem Start auf dem Rollfeld gestoppt werden musste. Nach dem Hinweis auf ein potenziell gefährliches Objekt an Bord wurde das Flugzeug auf eine gesicherte Parkposition geschleppt, was die zeitweilige Sperrung einer Startbahn erforderlich machte. Nach Abschluss der Inspektion konnten die Passagiere ihre Reise mit einer Ersatzmaschine fortsetzen. Auch der Flughafen Mailand-Malpensa verzeichnete Sicherheitsüberprüfungen bei Maschinen der Aegean Airlines aus Thessaloniki und der Ryanair aus Porto, die jedoch ohne Umleitung landeten.

In Spanien teilte die Guardia Civil mit, dass innerhalb von 20 Minuten drei E-Mails eingingen, die sich auf insgesamt sechs Flüge der Gesellschaften Air Europa und Iberia bezogen. Zwei Iberia-Maschinen aus Mailand und Rom landeten unter Sicherheitsvorkehrungen in Madrid-Barajas, wo die Entwarnung nach Überprüfung durch die Behörden erfolgte. Weitere Vorkommnisse wurden bei Air Serbia auf dem Flug von Belgrad nach Bukarest sowie an den britischen Flughäfen London-Heathrow und Birmingham gemeldet, wo die Warnungen von den Behörden als nicht fundiert bewertet wurden.

Aktivierung des europäischen Informationsaustauschs und Ermittlungsstand

Angesichts der europaweiten Dimension der Vorfälle bestätigte EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas die Aktivierung des europäischen Informations- und Koordinationsmechanismus für Zivilluftfahrtsicherheit. Die Europäische Kommission arbeitet bei der Aufarbeitung der Ereignisse eng mit den nationalen Luftfahrtbehörden und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zusammen.

Ein Anonymus-Schreiben in italienischer Sprache, das am Terminal 3 des Flughafens Rom-Fiumicino einging und die Flüge von Aer Lingus sowie Finnair betraf, war mit der Signatur „Fighters of the Male State“ versehen. Die Authentizität und Urheberschaft dieser Unterzeichnung ist bislang nicht von den Ermittlungsbehörden verifiziert worden. Die Sicherheitsbehörden betonten, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfrüht sei, definitive Aussagen über eine zentrale Steuerung oder die Motive hinter den Drohungen vom 5. November 2026 zu treffen.

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