Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG), die die Standorte Leipzig/Halle und Dresden betreibt, hat im Geschäftsjahr 2025 die wirtschaftliche Kehrtwende geschafft. Nach einem massiven Verlust von 53,5 Millionen Euro im Vorjahr konnte der Konzern nun ein positives Ergebnis von 10,5 Millionen Euro ausweisen.
Dieser Umschwung um insgesamt 64 Millionen Euro ist das Resultat eines strengen Sanierungskurses, den das Unternehmen infolge finanzieller Schieflagen und drohender Zahlungsunfähigkeit eingeleitet hatte. Die Umsatzerlöse kletterten im Berichtszeitraum auf 201,5 Millionen Euro, was einer Steigerung von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Trotz eines Rückgangs bei den Passagierzahlen konnte die MFAG ihre finanzielle Basis stabilisieren. Dies gelang primär durch Anpassungen der Entgelte, optimierte Vertragsstrukturen im Frachtbereich und eine konsequente Kostendisziplin. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg signifikant von 6,5 Millionen auf 27,1 Millionen Euro. Damit einher ging eine Verbesserung der EBITDA-Marge auf 13,5 Prozent. CEO Götz Ahmelmann wertet diese Kennzahlen als Beleg für die Wirksamkeit der operativen Maßnahmen, mahnt jedoch an, dass der Transformationsprozess noch nicht vollständig abgeschlossen sei.
Ein wesentlicher Faktor für die Entlastung des Budgets war zudem die branchenübliche Übernahme hoheitlicher Kosten für Sicherheitsaufgaben durch die öffentliche Hand. Dennoch betont die Unternehmensführung, dass die Sanierung maßgeblich durch die eigene operative Leistungssteigerung getragen wurde. Der Flughafen Leipzig/Halle festigte dabei seine Position als einer der führenden Luftfrachtknotenpunkte in Europa, was die Abhängigkeit vom schwankenden Passagiergeschäft am Standort Dresden teilweise kompensieren konnte. Effizienzsteigerungen und die Reduzierung von Sachkosten bildeten dabei die Schwerpunkte der internen Neuausrichtung.
Die MFAG wechselt nun von der akuten Sanierungsphase in eine Phase der langfristigen Transformation. Ziel ist es, die Resilienz des Unternehmens gegenüber Marktveränderungen zu erhöhen und eine dauerhafte wirtschaftliche Tragfähigkeit ohne staatliche Ausgleichszahlungen sicherzustellen. Während der Standort Leipzig von der starken Nachfrage im Logistiksektor profitiert, bleibt die Entwicklung in Dresden aufgrund der Konkurrenz durch die Bahn und veränderter Reisegewohnheiten eine strategische Herausforderung. Der vorliegende Jahresabschluss 2025 gilt als wichtiger Meilenstein, um das Vertrauen der Kreditgeber und Gesellschafter in die Zukunft des mitteldeutschen Luftverkehrsknotens zu sichern.